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Macbeth

in Großes Haus
Uraufführung/Premiere am 30. Januar 2016
Anlässlich von William Shakespeares vierhundertstem Todesjahr würdigt die Musiktheatersparte des Theaters Bielefeld den großen Dichter in einer Neuproduktion von Giuseppe Verdis Opernadaption seiner Tragödie Macbeth. Die Inszenierung thematisiert die psychische Verwahrlosung zweier Menschen, die von ihrem Ehrgeiz und zügellosen Begehren zerfressen werden.

Das Drama kann – insbesondere in Verdis Vertonung – als ein mahnendes Beispiel skrupelloser Machtgier gelesen werden und hat bis heute nichts an Aktualität verloren. Verdis Oper thematisiert die psychische Verwahrlosung zweier Menschen, die von ihrem Ehrgeiz und zügellosen Begehren zerfressen werden. Sie verfallen in einen blutigen Rausch der Vernichtung, der ihnen schließlich selbst zum Verhängnis wird. Immer wieder öffnet das Werk auch den Blick auf die gesellschaftlichen Folgen der morallosen Tyrannei und deren manipulativen Mechanismen.

Mit seinem Macbeth sprengte Giuseppe Verdi die Opernkonventionen seiner Zeit und schuf eines seiner dunkelsten und beeindruckendsten Werke. Gewaltige Chorszenen, aus denen ebenso das Aufbegehren wie auch die Desillusion der Unterdrückten und Verfolgten hervorklingt, kontrastieren hier mit expressiv ausgestalteten Arien und Duetten, in denen Verdi die psychischen Ausnahmesituationen der Protagonisten klanglich durchleuchtet. So näherte sich Verdi seinem Ziel von unverwechselbarer musikdramatischer Wahrhaftigkeit und schuf ein Meisterwerk von kraftvoller, emotionaler und packender Musik.

Der ungarische Regisseur Balázs Kovalik zeigt das Werk als eine Mischung aus Psychothriller, Ehedrama und Polit-Krimi und stellt den Zuschauer dabei vor die Frage, wem er im Ränkespiel um Macht und Anerkennung eigentlich überhaupt noch vertrauen kann. Er zeigt in seiner Inszenierung Menschen, die von der eigenen Gier und der Manipulation durch andere angetrieben werden und in ständiger Angst vor der eigenen Sterblichkeit leben. Den zunehmend vereinsamenden Protagonisten stehen auf der anderen Seite die Volksmassen entgegen, die nicht nur Opfer von Manipulation, Unterdrückung und Verfolgung sind, sondern auch aufbegehren.

Dramma lirico in vier Akten von Giuseppe Verdi // Libretto von Francesco Maria Piave und Andrea Maffei // Nach The tragedy of Macbeth von William Shakespeare // Zweite Fassung (1865) mit dem Finale der Uraufführung (1847)

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Alexander Kalajdzic
Inszenierung: Balázs Koválik
Bühne: Hermann Feuchter
Kostüme: Angelika Höckner
Dramaturgie: Larissa Wieczorek
Choreinstudierung: Hagen Enke

Bielefelder Opernchor // Extrachor und Statisterie des Theaters Bielefeld // Bielefelder Philharmoniker

Mitwirkende

Alexander Kalajdzic(Musikalische Leitung)
Hermann Feuchter(Bühnenbild)
Angelika Höckner(Kostümbild)
Larissa Wieczorek(Dramaturgie)
Hagen Enke(Choreografie)
Evgueniy Alexiev(Schauspieler/in)
Frank Dolphin Wong(Schauspieler/in)
Yoshiaki Kimura(Schauspieler/in)
Moon Soo Park(Schauspieler/in)
Soojin Moon(Schauspieler/in)
Elena Schneider(Schauspieler/in)
Daniel Pataky(Schauspieler/in)
Max Friedrich Schäffer(Schauspieler/in)
Yun Geun Choi(Schauspieler/in)
Sigi Colpe(Bühnenbild)
Julia Klomfaß(Komponist/in)
Martin Vöhringer(Dramaturgie)
Lena Eikenbusch(Schauspieler/in)
Esther Keil(Schauspieler/in)
Eva Spott(Schauspieler/in)
Helen Wendt(Schauspieler/in)
Cornelius Gebert(Schauspieler/in)
Joachim Henschke(Schauspieler/in)
Michael Ophelders(Schauspieler/in)
Paul Steinbach(Schauspieler/in)
Ronny Tomiska(Schauspieler/in)
Christopher Wintgens(Schauspieler/in)
Bruno Winzen(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Samstag, 30. Januar 2016 (Premiere / Uraufführung)
Mittwoch, 03. Februar 2016
Freitag, 12. Februar 2016
Freitag, 26. Februar 2016
Sonntag, 28. Februar 2016
Mittwoch, 02. März 2016
Sonntag, 24. April 2016
Donnerstag, 12. Mai 2016

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