Gewaltfreiheit und Nächstenliebe beziehungsweise Liebe überhaupt sind bis heute Leitwörter auch nicht-religiöser Menschen, während andere Schlüsselbegriffe wie Gnade, Vergebung, Versöhnung, Barmherzigkeit oder der verantwortungsvoll handelnde Mensch angesichts eines Jenseits einen abseitigen, verstaubten Beigeschmack erhalten haben.
Das Neue Testament des Autors und Regisseurs Thomas Jonigk will diese Begriffe zurückerobern: Das Projekt versteht sich als Versuch herauszufinden, wie zentral diese Prinzipien in einer zunehmend gewalttätigen, rachsüchtigen, selbstgerechten und von religiösem Fanatismus geprägten Realität hier und heute sind.

