Davor liegt ein langer, kräftezehrender Weg für die Familie: durch alle Phasen von Verzweiflung, Hoffnung und Versuchen, dem Dasein, das komplett in der Krankheit zu verschwinden scheint, noch Leben abzuringen. Auch von der Odyssee durch Kliniken, von Begegnungen mit Ärzten handelt Links Buch. Deren Umgang mit todgeweihten Patienten erlebte sie oft als erschütternd. So ringt sie schreibend nicht nur um die Aufarbeitung traumatischer Erfahrungen.
An Links Hoffnung, mit ihrer Beschreibung das Bewusstsein im Umgang mit Schwerstkranken verbessern zu können, setzt auch das Projekt des Dokumentartheater-Spezialisten Clemens Bechtel an: Vom immer enger werdenden Kosmos, in dem sich alles auf die Krankheit zusammenzieht – auch auf die Frage, wie lange und unter welchen Bedingungen man das (Über)leben erkämpfen will – richtet er den Blick wieder nach außen. Unter Einbindung von Experten versucht er ein gesellschaftlich stark verdrängtes Thema in die Mitte einer Diskussion zu führen.

