Kaum ein anderes Werk der Theaterliteratur zeigt so präzise den Konflikt zwischen der Glückssuche des Einzelnen und den Zwängen der Weltpolitik, individuellen Handlungsspielräumen und politischer Verantwortung, der Grundentscheidung zwischen Freiheit und Macht.
Und just in den letzten und zukünftigen Jahren und Monaten bedrohen die neuen Autoritären aller Orten die freiheitlichen Errungenschaften, die uns die von Posa erwarteten sanfteren Jahrhunderte schon gebracht und gesichert zu haben schienen.
Nach Goethes Egmont wechseln wir von Brüssel ins spanische Zentrum der Macht, zu Schillers Verarbeitung des Abfalls der vereinigten Niederlande von der spanischen Regierung.