Schnell wird klar: Hier gibt es keine Rettung, hier gibt es nur Sex, Lachs & Rock’n’Roll. Im Mittelpunkt dieses absurden, sinnlichen Spektakels steht Frank N. Furters Experiment für seine sexuellen Gelüste, einen selbstkonstruierten Toy Boy zu erschaffen. Koste es, was es wolle.
Der Brite Richard O’Brien schrieb Anfang der 1970er-Jahre mit seiner ‚Rocky Horror Show‘ Musik- und Theatergeschichte. Er erweiterte den Kosmos der Pop-Musik um Unvergessliches wie ‚The Time Warp‘ oder ‚Sweet Transvestite‘. Der auf dem Musical basierende Film aus dem Jahre 1975 vergrößerte den Kultstatus und durch die expliziten Verstöße gegen „sittliche“ Filmkonventionen drohte die Verbannung auf den Index. Inzwischen gilt die Show als legendär. Es gibt eine ganze Liste an Aktionen und Requisiten („Fanbags“), die das Publikum während der Vorstellungen aktiv mit einbinden.
Für die Inszenierung geht das Team um Regisseur Robert Gerloff noch einen Schritt weiter: In einem eigens ausgewiesenen Bereich direkt vor der Bühne hat das Publikum die Möglichkeit, in der „Dancing Area“ das totale Konzerterlebnis zu bekommen und Teil der ekstatischen Inszenierung zu werden. Fanbags werden vor jeder Vorstellung beim Besucherservice zum Preis von 10 Euro angeboten.

