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Die Entführung aus dem Serail

Uraufführung/Premiere am 14. Oktober 2017
Belmonte liebt Konstanze, die sich jedoch in den Armen des Bassa Selim befindet. Um sie zurückzugewinnen, setzt er alles daran, auch wenn das eine Entführung bedeutet.

Schon bei der Uraufführung 1782 gab Wolfgang Amadeus Mozarts ‚Entführung aus dem Serail‘ den Zeitgenossen so einige Rätsel auf. Für ein Singspiel hätte das Ganze aber „gewaltig viele Noten“, monierte der Auftraggeber Kaiser Joseph II. Und Hector Berlioz konstatierte Jahre später gar: „Vater Leopold Mozart [hätte], anstatt wie gewöhnlich vor diesem Werk seines Sohnes vor Bewunderung zu weinen, besser daran getan, es zu verbrennen.“

Bis heute gilt die ‚Entführung‘ – ähnlich ihrer späteren Schwester ‚Die Zauberflöte‘ – als vielschichtiges Konglomerat, das vor Deutungsmöglichkeiten und Facetten nur so schillert. Dies ist vor allem den zutiefst menschlichen Charakteren geschuldet, die der gerade einmal 25-jährige Komponist aus den hölzernen Figurentypen der Türkenoper zu schnitzen verstand. Mehr als auf die äußere Handlung war er auf die inneren Konflikte der Figuren bedacht, die seine Musik tiefenpsychologisch ausloten sollte.

Arien wie ‚Martern aller Arten‘ oder ‚Hier soll ich dich denn sehen‘ wurden so Ausdruck einer Extremsituation, in der Gut in Böse und Vertrautes in Fremdes umschlagen. Sind erst einmal alle Emotionen offengelegt, sehen sich die Protagonisten auf die Grundfrage zwischenmenschlicher Beziehungen zurückgeworfen: Liebe ich den anderen wirklich so, dass ich mein Leben mit ihm verbringen will? Und: Darf ich jemanden zu seinem angeblichen Glück zwingen?

Text von Johann Gottlieb Stephanie d. J. nach dem Libretto von Christoph Friedrich Bretzner zu der Operette ‚Belmont und Constanze oder Die Entführung aus dem Serail‘ von Johann André in deutscher Sprache mit Übertiteln.

Mitwirkende

Vito Cristofaro(Musikalische Leitung)
Thomas Bönisch(Musikalische Leitung)
Ernst Engel(Lichtdesign)
Valeska Stern(Dramaturgie)
Sooyeon Lee(Sänger/in)
Ill-Hoon Choung(Schauspieler/in)
Philipp Kapeller(Schauspieler/in)
Timo Schabel(Schauspieler/in)
Johannes Sima(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Samstag, 14. Oktober 2017 (Premiere / Uraufführung)
Samstag, 21. Oktober 2017
Dienstag, 31. Oktober 2017

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