Der drohende Staatsbankrott scheint nur noch durch eine Heirat der millionenschweren pontevedrinischen Witwe Hanna Glawari mit einem Landsmann abwendbar. Als geeigneter Heiratskandidat soll der lebenslustige Graf Danilo Danilowitsch herhalten, dem allerdings ein etwas zweifelhafter Ruf vorauseilt, so dass es zwischen ihm und der durchaus heiratswilligen Witwe, einer alten Verflossenen Danilos, anfänglich nicht so recht funken will. Erst nach zahlreichen Wirrungen und abenteuerlichen Missverständnissen findet das Paar schließlich zueinander.
Mit der Uraufführung von Franz Lehárs Die lustige Witwe am 30. Dezember 1905 erlebte die Ära der sogenannten silbernen Operette ihren Glanz- und Höhepunkt und bescherte dem Genre in der Folge eine unvergleichliche Blüte. Bis heute zählt das Werk zu den meistgespielten Operetten überhaupt und zahlreiche Musiknummern, so etwa Hannas Vilja-Lied oder Danilos und Hannas finales Liebesbekenntnis Lippen schweigen, zählen noch immer zu den unsterblichen Evergreens des musikalischen Unterhaltungstheaters. Mit seinen unerschöpflichen melodischen Einfällen und bezaubernden orchestralen Farben, die von der eleganten Pariser Klangwelt des 1. Akts über die folkloristischen Melodien des 2. bis hin zur erotisch-frivol aufgeladenen Atmosphäre der Pariser Nachtlokale im 3. Akt reichen, traf Lehár genau den Nerv seiner Zeit. In seiner Neuinszenierung spürt Staatsintendant Josef E. Köpplinger den feinfühligen psychologischen Abgründen dieses zeitlosen Klassikers nach.
(teilweise nach einer fremden Grundidee) Buch von Victor Léon und Leo Stein, Musik von Franz Lehár.
Altersempfehlung ab 12 Jahren.

