Der Kampf zwischen dem babylonischen König Nabucco und Zaccaria, dem Hohepriester der Hebräer, um die Vorherrschaft in Jerusalem wird zum Austragungsort menschlicher Konflikte. Machtgier, Größenwahn, Rache und das Streben nach Anerkennung und Liebe treiben alle in einen Strudel, der droht, sie zu verschlingen.
Im Freiheitskampf des hebräischen Volkes erkennen die Italiener ihr eigenes Schicksal: Auch sie sehnen sich nach Freiheit, nach der Loslösung von der habsburgischen Herrschaft. Der Gefangenenchor „Va pensiero, sull‘ali dorate“ (Flieg, Gedanke, auf goldenen Schwingen) setzt sich in den Köpfen fest, wird auf den Straßen Mailands von jedermann gesungen und wird zur heimlichen Nationalhymne.