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Der Bettelstudent

Uraufführung/Premiere am 22. Dezember 2017
Carl Millöckers Operette „Der Bettelstudent“ zählt zu den beliebtesten Werken ihres Genres. Die eingängige Melodie zu „Ach ich hab sie ja nur auf die Schulter geküsst“ ist besonders bekannt. Die Musik verbindet kunstvoll Chor und Solisten und ist geprägt von der dreitaktigen Mazurka, dem polnischen Nationaltanz.

Zwei Handlungsstränge entstehen aus gekränkter Ehre bei einem Ereignis, das die deutschen Offiziere sowie den polnischen Adel in Aufregung versetzt: Der stolze sächsische Oberst Ollendorf küsst die polnische Comtesse Laura bei einem Ball auf die Schulter. Sie schlägt ihm daraufhin mit ihrem Fächer ins Gesicht. Nun folgt die Revanche des Oberst und es entwickelt sich eine doppelte Liebesgeschichte: Zwei politische Gefangene werden zu Adeligen ausstaffiert und sollen der Comtesse und ihrer Schwester das Herz brechen. Doch der Bettelstudent Symon verliebt sich in Laura und sein Freund Jan in deren Schwester Bronislawa. Während die Verkleidungskomödie funktioniert, nutzt Jan eine unerwartete Chance, um für Polens Freiheit zu kämpfen und Symon will seiner Angetrauten die Wahrheit über seine Identität verraten – was die Schwiegermutter in spe zu verhindern versucht…

Den historischen Rahmen bildet die Zeit der Besetzung Polens durch die Sachsen während der Nordischen Kriege (1700–1721). König August der Starke unterdrückt mit seiner absolutistischen Herrschaft das eroberte Land. Die Einsetzung des polnischen Königs Stanislaus Leszczński als junger König Adam wird in der Operette fiktiv auf einen gelungenen Aufstand zurück- und vorgeführt.

Die farbenfrohe Aneinanderreihung von vielseitigen Facetten, die Genrebilder der Zeit aufgreifen, machen den Reiz dieser meisterhaften Operette aus. Regisseur Wolfgang Lachnitt hat große Freude an den Feinheiten der Unterhaltungskunst und schärft die (gekränkten) Eitelkeiten der Figuren, sodass jede ihr eigenes komödiantisches Profil erhält. Das golden umrahmte Bühnenbild von Jörg Brombacher werden Gemälde nach Motiven des Italieners Giuseppe Arcimboldo (1526–1593) zieren. Die Kostüme sind prachtvoll und zitieren absolutistische Opulenz – besonders pikant wird es, wenn die Identitäten und Kleider auf der Bühne getauscht werden. Freuen kann man sich auf einen gewitzten Abend voll rasantem Schlagabtausch, perlenden Couplets und artistischen Ensemblenummern.

Operette in drei Akten von Carl Millöcker
Libretto von Friedrich Zell und Richard Genée

Mitwirkende

Markus Huber(Musikalische Leitung)
Jörg Brombacher(Bühnenbild)
Christian Albert(Kostümbild)
Dorothee Böhnisch(Schauspieler/in)
Brian Garner(Schauspieler/in)
Klaus Geber(Schauspieler/in)
Stamatia Gerothanasi(Schauspieler/in)
Lothar Helm(Schauspieler/in)
Paul Jadach(Schauspieler/in)
Dennis Marr(Schauspieler/in)
Elisandra Melián(Schauspieler/in)
Thomas Möwes(Schauspieler/in)
Danielle Rohr(Schauspieler/in)
Natasha Sallès(Schauspieler/in)
Lukas Schmid(Schauspieler/in)
Michael Schneider(Schauspieler/in)
Alexander Spazier(Schauspieler/in)
Aleksandar Stefanoski(Schauspieler/in)
Franziska Tiedtke(Schauspieler/in)
Philipp Werner(Schauspieler/in)
Gabriela Zamfirescu(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Freitag, 22. Dezember 2017 (Premiere / Uraufführung)
Dienstag, 26. Dezember 2017
Mittwoch, 27. Dezember 2017
Dienstag, 02. Januar 2018
Sonntag, 07. Januar 2018
Sonntag, 21. Januar 2018

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