Der Stadt überdrüssig zieht er sich in die Provinz zurück, wo er liest, wandert, schwimmen geht, zeichnet und teuren Champagner trinkt. Als er mit seinem Nachbarn, dem Poeten Wladimir Lenski, das Haus der Familie Larina besucht, verliebt sich die jüngste Tochter Tatjana in den charmanten Eugen. Schnell wird jedoch klar, dass der gelangweilte Lebemann kein Interesse an der verträumt-naiven und häuslich wirkenden Tatjana hat. Erst sechs Jahre später – Tatjana ist mittlerweile Frau eines ranghohen Generals des Hofes, während Eugen sich mit der Schuld, im Duell seinen Freund Lenski getötet zu haben, quält – kommt es zur Wiederbegegnung. Doch Eugens Gefühle haben sich verändert; beim Anblick Tatjanas entfacht das Feuer seiner Liebe.
1879 setzte Peter I. Tschaikowsky diese Geschichte der verpassten Chancen zur Musik russischer Romantik um und zeichnet so eine große, elegische Weiträumigkeit nach, in der sich die Charaktere ihren Liebesprojektionen ganz hingeben können.


