Gleichzeitig begegnen vier Naturforscher durch einen höllischen Zufall dem Teufel. Diesen friert es auf der kalten Erde, und er singt hörbar eine Oktave zu hoch. Weil auch ein Schulmeister kläglich dabei scheitert, aus seinem Schüler Gottliebchen ein deutsches Nationalgenie zu züchten, wird klar, dass die Gesellschaft keinen Teufel braucht, um sich zu ruinieren. Das Böse ist unter uns. Darüber kann man nur lachen. Glanert hat eine tonal nachvollziehbare und anschaulich plakative Musik zu Grabbes Satire geschrieben. Mit leichter Hand und atemberaubendem Tempo eilt er durch die Geschichte, was nicht nur urkomisch wirkt, sondern auch eine Süffigkeit erzeugt, die an Glanerts Vorbilder Mahler, Ravel, Berg und Henze erinnern lässt.
Text von Jörg W. Gronius - in deutscher Sprache mit Übertiteln -
Produktion Stadttheater Fürth/Hochschule für Musik Nürnberg
Musikalische Leitung: Guido Johannes Rumstadt/Michael Konstantin
Inszenierung: Dominik Wilgenbus
Bühne: Peter Engel
Kostüme: Sandra Münchow


