Mit drastischen Schilderungen wahrer Lebensumstände der Ausgestoßenen seiner Zeit schuf Umberto Giordano 1892, noch vor seinem Hauptwerk Andrea Chenier, ein Kleinod des „Verismo“: Nicht Götter und Helden sollten die Opernbühne bevölkern, sondern RepräsentantInnen des wahren Lebens. In der Entstehungszeit ein Skandal und Anlass für Zensur, lohnt heute die Wiederentdeckung eines mutigen Entwurfs. Madrigale und Responsorien von Gesualdo kommentieren und kontrastieren die Opernhandlung.
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
Musikalische Leitung: Michael Hofstetter. Inszenierung: Wolfgang Hofmann. Bühne: Lars Peter. Kostüme: Claudia Krull. Chor: Jan Hoffmann. Dramaturgie: Christian Münch-Cordellier.
Gesualdo-Chor: Naroa Intxausti, Ayano Matsui, Jan Hoffmann, Christopher Meisemann, Christian Richter, Tomi Wendt. Chor und Extrachor des Stadttheater Gießen / Philharmonisches Orchester Gießen.

