Der neue Deichgraf will seinen ehrgeizigen Plan eines neuartigen Deiches umsetzen, um das Land besser gegen die Sturmfluten der Nordsee zu schützen. Doch Hauke hat nicht mit der Trägheit und dem Aberglauben der Dorfgemeinschaft gerechnet. Hin- und hergerissen zwischen Beharrlichkeit und Hybris ignoriert er schließlich alle Gegenargumente und setzt den Bau des Deiches durch. Die Macht des Irrationalen unterschätzend wird ihm jedoch das Meer, dem er die ganze Zeit trotzt, zum Verhängnis.
Der Wiener Regisseur und Autor Gernot Plass hat Theodor Storms 1888 erschienene Novelle für eine moderne Überschreibung bearbeitet und die Sprache Storms in die Form des lyrischen Blankverses übertragen. Das berühmte nordische Schauermärchen erhält somit ein gegenwärtiges, in atemloser Rhythmik vorantreibendes Gewand, ohne den Geist des Originals zu verlieren.

