Mit „Wolken.Heim“ aus dem Jahr 1988 hatte Elfriede Jelinek ihren großen Durchbruch als Theaterautorin. Heute ist die Literaturnobelpreisträgerin (2004) zweifellos die bedeutendste deutschsprachige Dramatikerin der Gegenwart.
In ihren Texten arbeitet sie mit Versatzstücken aus Träumen, Gesprächen, Briefen und Büchern, sie beschwört Ereignisse, Landschaften und Farben hervor. Sie lässt sich von Wörtern leiten, lauscht ihren Klängen, Rhythmen und versteckten Bedeutungen und entfaltet dabei überraschende Assoziationsketten und -räume.
Das Besondere an ihren Theaterstücken ist, dass sie keine Rollen schreibt, keine Charaktere formt, sondern nur Textflächen anbietet. Regisseurin Jasmin Sarah Zamani hat sich dieser Herausforderung gestellt und „Wolken.Heim“ als ein 1-Personen-Stück inszeniert. Vor jeder Vorstellung gibt es einen Einführungsvortrag von Dramaturg Thomas Schindler im Studio.
Regisseurin Jasmin Sarah Zamani: Geboren in Wien, Studium der Theater-, Film und Medienwissenschaft an der Universität Wien, zweimaliger Erhalt des Leistungsstipendiums, Assistenzen u.a. am Burgtheater, Volkstheater, Festspiele Reichenau, Schauspielhaus Wien, Max Reinhardt Seminar, Regiedebüt am Schuberttheater Wien, Engagements als Regieassistentin und weitere Regiearbeiten u.a. am Theater Erlangen, an der Naturbühne Trebgast, Theater an der Rott Eggenfelden und E.T.A. Hoffmann - Theater Bamberg, seit der Spielzeit 2017/18 am Theater Hof.
Regie Jasmin Sarah Zamani
Dramaturgie Thomas Schindler
Regieassistenz Gloria Beate Vollmer
Bühne und Kostüme Franziska Isensee
Darstellerin: Marina Schmitz

