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Giuseppe Verdis 'Otello'

Uraufführung/Premiere am 20. Juni 2019
Gut 15 Jahre hatte Verdi geschwiegen, bis er 1887 seinen 'Otello' vorlegte. Auf Shakespeares bedrohlichem Drama basierend, entstand ein packendes und modernes Werk, das virtuos mit Seelenzuständen von Unschuld und Liebe über Eifersucht bis Neid und Wut spielt.

Fast 500mal in sieben unterschiedlichen Produktionen spielte die Staatsoper Verdis vorletzte Oper bisher. Nach der letzten Premiere im Oktober 2006 kommt es nun zu einer weiteren Neuproduktion von Verdis 'Dramma lirico in vier Akten'.

Am Pult steht der international renommierte Dirigent Myung-Whun Chung, der zurzeit u. a. Erster Gastdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden ist. Im Haus am Ring debütierte er 2011 mit Simon Boccanegra und dirigierte in weiterer Folge noch Vorstellungen von La traviata, die Premiere von Rigoletto sowie Don Carlo. Mit Otello wird er nun seine fünfte Verdi-Oper im Haus am Ring leiten.

Inszeniert wird die anstehende Neuproduktion von Adrian Noble, der mit Otello nach Alcina und Hänsel und Gretel seine dritte Arbeit an der Wiener Staatsoper präsentiert. Noble kehrt mit diesem Stück inhaltlich wieder einmal indirekt zu seinen Wurzeln zurück – der britische Theatermann war jahrelang Mitglied, künstlerischer Leiter und Intendant der Royal Shakespeare Company. Zu Beginn seiner Überlegungen standen zwei Aspekte: die bekannten, aber auch die weniger beachteten Veränderungen, die Giuseppe Verdi und Arrigo Boito für ihre Oper an der Shakespeare’schen Vorlage vornahmen und der Umstand, dass Shakespeare (sexuelle) Eifersucht als gefährlichste und in ihren grausamen Auswirkungen als zerstörerischste menschliche Emotion einstufte, die weit über Hass und Zorn hinausgeht.

Beide Ausgangspunkte sollten für die Regie bestimmend werden. Zusätzliche Inspirationen fanden Noble und sein Ausstatter Dick Bird, der bisher u. a. für die New Yorker Met, das Londoner Royal Opera House, die Opéra Comique, die Bregenzer Festspiele, das Shakespeare’s Globe, das National Ballet of Japan und das English National Ballet tätig war und sich mit Otello erstmals im Haus am Ring präsentiert. Darüber hinaus fanden sie Inspiration in den Werken von Ibsen und Strindberg sowie in einigen Gemälden Edvard Munchs, die ebenfalls die Eifersucht thematisieren und das Verhältnis Otello-Desdemona-Cassio auf ideale Weise abzubilden scheinen.

In der Titelpartie ist Aleksandrs Antonenko zu erleben. Der weltweit gefragte lettische Tenor debütierte 2006 als Des Grieux (Manon Lescaut) an der Wiener Staatsoper und sang hier weiters noch Hermann (Pique Dame), Otello, Cavaradossi (Tosca) und Dick Johnson (La fanciulla del West) – der neue Otello ist seine erste Premierenproduktion am Haus.

DRAMMA LIRICO IN VIER AKTEN | TEXT: ARRIGO BOITO

Dirigent: Myung-Whun Chung

Regie: Adrian Noble

Ausstattung: Dick Bird

Licht: Jean Kalman

Chorleitung: Thomas Lang

Spezialeffekte Bühne: Basil Twist

Kampfmeister: Malcolm Ranson

Regieassistenz: Joanne Pearce

Bild: Giuseppe Verdi

Mitwirkende

Myung-Whun Chung(Musikalische Leitung)
Dick Bird(Bühnenbild)
Jean Kalman(Lichtdesign)
Thomas Lang(Ensemble)
Basil Twist(Bühnentechnik)
Malcolm Ranson(Bühnentechnik)
Aleksandrs Antonenko(Schauspieler/in)
Olga Bezsmertna(Schauspieler/in)
Margarita Gritskova(Schauspieler/in)
Vladislav Sulimsky(Schauspieler/in)
Jinxu Xiahou(Schauspieler/in)
Leonardo Navarro(Schauspieler/in)
Jongmin Park(Schauspieler/in)
Manuel Walser(Schauspieler/in)
Katharina Billerhart(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Donnerstag, 20. Juni 2019 (Premiere / Uraufführung)
Montag, 24. Juni 2019
Donnerstag, 27. Juni 2019
Sonntag, 30. Juni 2019

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