Sollte man vielleicht einen „echten“ Afrikaner engagieren, damit die Botschaft authentischer wirkt? Und darf der singen? Oder ist das zu klischeehaft? Darf der Diavortrag mit sehr mitleiderregenden Bildern auch eine regionale Schnapsbrennerei zeigen, um glaubhafter zu sein? Kurzum: Wie stellt man die Not in Afrika dar?
Texte werden geschrieben, Reden geprobt und Wirkungen analysiert. Dabei verheddern sich die Beteiligten heillos in Pauschalisierungen, Vorurteilen und kleinlichen künstlerischen Streitereien. Schaffen es die fünf Protagonisten am Ende doch noch, ein Programm auf die Beine zu stellen?
Ingrid Lausunds bissige Satire über die Tücken und Kehrseiten unserer politisch-korrekten Wohltätigkeitsgesellschaft trifft ins Mark unserer Befindlichkeiten. Dabei ist Lausunds Text keineswegs moralinsauer, vielmehr verführt er den Zuschauer voller Humor, sich selbst auf die Schliche zu kommen. Die Inszenierung feiert pünktlich zum alljährlichen Weihnachts-Spendentaumel Premiere.

