Im Zentrum stehen die kinderlose Frau John und ihr Ehemann. Ein Kind! – darin läge Sinn, vielleicht gar Erfüllung. Piperkarcka, eine Ausgestoßene, Fremde, bekommt ein Kind. Sie kann es nicht behalten. Vermutlich wird es sterben. Also nimmt Frau John es ihr ab, gibt ihr Geld dafür, gibt den Säugling als den eigenen aus. Doch das kann Piperkarcka nicht ertragen. So beginnt ein bedingungsloser Kampf: um das Kind, um das Recht auf Zukunft, um Hoffnung in einer bedrohten Welt.
Gerhart Hauptmanns berühmte Tragikomödie entstand am Vorabend des Ersten Weltkriegs. Halb expressionistische Großstadtvision, halb analytisches Sozialdrama, erzählt es von Menschen unter dem Druck unmenschlicher Verhältnisse.
Felicitas Brucker war fünf Jahre lang Hausregisseurin am Schauspielhaus Wien und stellt sich mit dieser Arbeit dem Frankfurter Publikum erstmals vor. Felicitas Brucker wirft in ihrer Inszenierung einen modernen Blick auf den Versuch, in einer universal bedrohten Welt Glück zu finden.

