Es ist wohl eine der berühmtesten Szenen der Filmgeschichte: Zwei Männer, barfuß am Strand den Sirtaki tanzend, das Leben zelebrierend. Im Moment des größten Scheiterns erfahren sie eine Kraft, die sie mit allem versöhnt: den Tanz. Wie kaum eine andere Figur steht Alexis Zorbas in der oscarprämierten Verfilmung des gleichnamigen Romans von Nikos Kazantzakis für den Lebenskünstler schlechthin – Instinktmensch und Freigeist. Ihm steht der verkopfte Schriftsteller gegenüber, von Selbstzweifeln geplagt, bereit sich in die tätige Arbeit zu stürzen. Vom Schicksal zusammengeführt, lassen sie sich auf Kreta nieder, wo ihnen archaische Dorfstrukturen, Ausgrenzung und Hass, aber auch Liebe und Leidenschaft begegnen.
Komponist Mikis Theodorakis schuf mit seiner Filmmusik und den eigens für Hauptdarsteller Anthony Quinn erfundenen Sirtaki Klänge, die bis heute mit Griechenland und dem griechischen Lebensgefühl verbunden werden. Zwanzig Jahre nach Entstehung des Films formte Theodorakis daraus eine Ballett-Suite, die Mirko Mahr in einer gekürzten Fassung zum Ausgangspunkt seiner Choreografie nimmt. Auszüge aus der Romanvorlage liest Frank Schilcher, Sabine Töpfer singt die Solonummern der Ballett-Suite. Den Abend komplettiert die Wiederaufnahme von »Balkanfeuer«. Die irrwitzige Balkanhochzeit voll Liebeschaos und Verwechslungskomik mit Balkan-Blasmusik Fanfare Ciorcarlia und Shantel feierte 2007 mit dem Ballett der Musikalischen Komödie im Kellertheater Premiere.
Musikalische Leitung Stefan Klingele
Inszenierung, Choreografie Mirko Mahr
Bühne Frank Schmutzler
Kostüme Nicole Gerlach
Choreinstudierung Mathias Drechsler
Dramaturgie Elisabeth Kühne


