Jahre später treffen die Kinder jener Frau im Elternhaus aufeinander, vertraut und doch irgendwie fremd. Denn es gibt da eine – Leerstelle – in ihrer Biografie, ein blinder Fleck, der quält und zwischen ihnen steht. Sie beginnen, die Bruchstücke ihrer Erinnerungen zusammenzusetzen. Nach und nach legen die gesammelten Indizien die Wahrheit über das Vergangene frei. Die Schwere der Beweislast durchbricht die Decke jahrelangen Schweigens. Die familiäre Fassade bröckelt, ein Fundament aus Lügen wird aufgedeckt. Zum Vorschein tritt eine Tat, ein erdrückendes Erbe, dessen Konsequenzen sich nun die Geschwister stellen müssen. Wie einst ihre Mutter. Die Marquise von O… Die Inszenierung erzählt die Geschichte aus der Perspektive der Kinder. Sie folgt so dem undurchsichtigen Charakter des Originaltextes, in dem vieles unausgesprochen und Raum für Mutmaßungen bleibt.
Eine Kooperation mit der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit der ABK Stuttgart. Inszenierung: Zita Gustav Wende, Bühne und Kostüme: Katharina Grof, Licht: Rainer Eisenbraun, Dramaturgie: Juliane Logsch, Dramaturgische Beratung: Christina Schlögl.


