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Der Stein

in Grillo-Theater
Uraufführung/Premiere am 26. Oktober 2019
Ein Haus in Dresden, 1993. Witha zieht mit Tochter Heidrun und Enkelin Hannah dort nach langer Abwesenheit wieder ein. Erinnerungen an Krieg und Flucht prägen das Gebäude, das mit der Geschichte einer jüdischen Familie verbunden ist.
© Matthias Jung

Während Hannah an einem Referat über Vorbilder arbeitet und dafür ihren Großvater auswählt, der während der NS-Zeit eine jüdische Familie rettete, kommt eine Fremde, Stefanie, zu Besuch, um „zu stören“. Auch sie hat einmal in diesem Haus gelebt und macht nun Ansprüche geltend – rechtlicher und moralischer Art.

Marius von Mayenburg verbindet in „Der Stein“ Gewesenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges. Knapp 60 Jahre deutscher Geschichte verdichtet er zu einem hochspannenden Familiendrama, das sowohl die Zeit des Nationalsozialismus als auch die innerdeutschen Ver- und Entwicklungen, die mit Gründung und Zerfall der DDR einhergingen, beleuchtet. Dabei vollzieht der 1997 mit dem Kleist-Förderpreis für junge Dramatik ausgezeichnete Autor in raffinierten Zeitsprüngen die Schicksale von fünf Frauen nach, deren Konfrontation Fragen nach Schuld und Verdrängung aufwirft. Allen Figuren gemeinsam ist die Flucht vor der eigenen Vergangenheit bzw. deren Mythologisierung. Doch wie lange lässt sich eine sorgsam aufgebaute Familienlegende aufrechterhalten?

Mitwirkende

Ines Krug(Schauspieler/in)
Sabine Osthoff(Schauspieler/in)
Jan Pröhl(Schauspieler/in)
Josephine Raschke(Schauspieler/in)
Janina Sachau(Schauspieler/in)
Silvia Weiskopf(Schauspieler/in)
Norbert Bellen(Bühnenbild)
Jessica Karge(Kostümbild)
Carola Hannusch(Dramaturgie)
Judith Heese(Dramaturgie)

Spielzeiten

Samstag, 26. Oktober 2019 (Premiere / Uraufführung)

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