Der Emporkömmling Lopachin macht einen Vorschlag: Um das Gelände gewinnbringend zu nutzen, soll der Kirschgarten abgeholzt und in kleine Parzellen aufgeteilt werden, die dann mit Wochenendhäusern bestückt, an Städter vermietet werden können.
Tschechows letztes Stück Der Kirschgarten zeigt ein Zögern und Verharren der Gesellschaft zwischen Rückwärtsgewandtheit und Zukunftsangst. Die Frage ‚Bleiben oder Gehen?‘ beantworten die Figuren mit einem Aufbruch, mit dem Verlassen der Heimat und alter Strukturen, jede in eine andere Richtung und auf ihrem eigenen Weg. Ob es ein hoffnungsvoller Aufbruch in glücklichere Zeiten ist, bleibt ungewiss. Während sie packen, hört man bereits die Sägen, das Abholzen des Kirschgartens hat begonnen.


