Das Künstlertum ist das „Credo“ von Dichter Rodolfo, Maler Marcello, Musiker Schaunard und Philosoph Colline – der schmale Grat zwischen der Realität des Überlebens und der Flucht in die selbstgeschaffene Welt der Bohème, in der Kunst nicht ausgeübt, sondern lediglich gelebt wird. Doch mit dem Auftritt einer jungen, todkranken Frau wird die Realität zur unbezwingbaren Macht.
Giacomo Puccini (1858 –1924) gelang mit „La Bohème“ auf einzigartige Weise die Transformation von Emotionen in zutiefst berührende Klänge und Melodien und zugleich eine äußerst präzise Bestandsaufnahme einer fiktiven Subkultur. Liegt der Schwerpunkt der ersten beiden Bilder auf dem ausgelassenen Amüsement und der zarten Poesie des Sich-Verliebens, so bricht schließlich die Katastrophe mit umso größerer Wucht herein und zeigt, dass hinter dem Leben immer die Allgegenwart des Todes lauert.
Philipp Westerbarkei hat mit seinen ersten Regiearbeiten an der Deutschen Oper am Rhein sowie 2018 mit Mozarts „Zauberflöte“ am Theater Coburg gezeigt, dass er zu den interessantesten Regisseuren der jungen Generation zählt.
Oper in vier Bildern
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach den „Scènes de la Vie de Bohème“ von Henri Murger
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer: ca. 2 ½ Stunden, eine Pause
Empfohlen ab 14 Jahren
Musikalische Leitung
Antonino Fogliani
Inszenierung
Philipp Westerbarkei
Bühne und Kostüme
Tatjana Ivschina
Chorleitung
Gerhard Michalski
Leitung Kinderchor
Sabina López Miguez
Licht
Volker Weinhart
Dramaturgie
Anne do Paço
In dieser Inszenierung treten verschiedene Charaktere auf, die die unterschiedlichen Facetten des Lebens in der Bohème widerspiegeln. Die Musik und die Darstellungen der Sänger tragen dazu bei, die emotionale Tiefe der Geschichte zu vermitteln.


