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Hilfe, die Mauer fällt!

in Theater im Stadthaus
Uraufführung/Premiere am 16. November 2019
Euphorie und Aufbruchsstimmung durchwehen Herbst 1989 Ost- wie Westdeutschland. Während die Mehrheit der Menschen vom allgemeinen Freudentaumel angetrieben wird, versetzt der Flüchtlingsstrom aus der DDR den geschäftstüchtigen Konrad Polauke in Panik.
© Anke Neugebauer

Konrad Polauke ist Blumenhändler in Berlin-Steglitz. Seit Jahren reist er regelmäßig nach Ost-Berlin, weniger um Mokkafix-Kaffee zu schlürfen und Goldbroiler zu zerrupfen, mehr wegen der geschäftlichen und geschlechtlichen Beziehungen, die er dort unterhält bzw. die ihn dort unterhalten. Als im Sommer 1989 tausende DDR-Bürger über die ungarisch-österreichische Grenze die Flocke machen oder über Prager Botschaftszäune klettern, spürt der Florist Gefahr im Verzug.

Soll sein florierendes Geschäftsmodell durch die Ausreisewelle und die Massenproteste nicht den Bach runter gehen, muss er handeln. Polauke fährt in die Hauptstadt der DDR mit der festen Absicht, einiges im Nachbarland geradezurücken. Doch die Ereignisse überstürzen sich. Plötzlich ist für den Geschäftsmann nichts mehr wie früher, privat als auch politisch. Doch Polauke ist viel zu gewieft, um sich die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Mit abenteuerlichen Ideen und gefährlichen Allianzen will er selbst in den Lauf der Geschichte eingreifen! Ob ihm das gelingt?

Die Autoren Karsten Laske, Intendant Steffen Mensching und Chefdramaturg Michael Kliefert waren zu der Wendezeit allesamt Ost-Berliner und bei den Ereignissen hautnah dabei. Steffen Mensching trat sogar mit seinem Kollegen Hans-Eckardt Wenzel bei der legendären Großdemonstration auf dem Alexanderplatz am 4. November 1989 auf. 30 Jahre später wagen sie sich nun an ein heißes Eisen: Die Wende als politisch-satirische Komödie. Im Kino gab es derlei Versuche bereits mehrere, im Theater waren sie eher selten. „Hilfe, die Mauer fällt!“ wirft nun einen humorvollen wie nachdenklichen Blick zurück, mit teils überraschenden Details, die das Ausmaß der Veränderungen seit jenen Jahren zeigen. Zugleich spart die Komödie nicht mit Parallelen zum Heute. Immer sind Ängste und Besitzansprüche im Spiel, wenn Menschen versuchen, Einfluss auf den Gang der Geschichte zu nehmen. Gleichzeitig zeigt das Stück, dass der innerdeutsche Zwist über den Verlauf des Einigungsprozesses frühe Ursachen hat.

Mit Markus Seidensticker in der Hauptrolle steht ein zehnköpfiges Schauspielensemble teils in mehreren Rollen auf der Bühne. Zu erleben sind Verena Blankenburg, Rayk Gaida, Philipp Haase (neu im Ensemble), Manuela Stüßer, Marcus Ostberg, Anne Kies, Johannes Arpe, Johannes Geißer und Laura Bettinger. Das Bühnenbild und die Kostüme schuf Monika Cleres, Ausstattungsleiterin des Rudolstädter Theaters und zuvor freiberuflich etwa am Schauspielhaus Hamburg und am Münchner Volkstheater tätig. Die musikalische Einstudierung der zahlreichen Lieder oblag Schauspielkapellmeister Thomas Voigt.

Mitwirkende

Karsten Laske(Autor/in)
Michael Kliefert(Dramaturgie)
Monika Cleres(Bühnenbild)
Monika Cleres(Kostümbild)
Karolin Berg(Dramaturgie)
Thomas Voigt(Musikalische Leitung)
Markus Seidensticker(Schauspieler/in)
Verena Blankenburg(Schauspieler/in)
Rayk Gaida(Schauspieler/in)
Philipp Haase(Schauspieler/in)
Manuela Stüßer(Schauspieler/in)
Marcus Ostberg(Schauspieler/in)
Anne Kies(Schauspieler/in)
Johannes Arpe(Schauspieler/in)
Johannes Geißer(Schauspieler/in)
Laura Bettinger(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Samstag, 16. November 2019 (Premiere / Uraufführung)
Dienstag, 19. November 2019
Sonntag, 08. Dezember 2019
Samstag, 21. Dezember 2019
Dienstag, 31. Dezember 2019

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