Was folgt, sind 12 Monate der Entbehrungen, der Auseinandersetzungen zwischen Streikenden und Polizisten und die Spaltung eines ganzen Landes. In dieser Situation finden sich die einst angesehenen Bergarbeiter*innen plötzlich als Außenseiter*innen wieder, bezeichnet als Feinde der Demokratie, Feinde im Inneren. Der so selbstbewusst begonnene Streik droht zu scheitern.
Auch in dem kleinen walisischen Ort Dulais formiert sich der Widerstand, der die eingeschworene Dorfgemeinschaft zu zerbrechen droht. Als das Durchhalten des Streiks schon nicht mehr möglich erscheint, erhalten sie unverhofft Hilfe: Im weit entfernten London hat sich die Gruppe „LGSM – Lesben und Schwule unterstützen die Bergarbeiter“ gegründet. In der Überzeugung, dass es in diesem Streik nicht nur um Arbeitsplätze geht, sondern um die Frage, wie die politische und gesellschaftliche Zukunft gestaltet sein sollte, sammeln sie Geld auf Londons Straßen und bringen ihre Unterstützung nach Dulais. Auf den ersten Blick völlig unvereinbar, erkennen die beiden Gruppen in dieser Situation der Ausgrenzung, dass sie mehr verbindet als trennt. Dass Solidarität und Respekt lang gehegte Vorurteile und Ressentiments beiseite wischen können.
Dieser, auf wahren Begebenheiten beruhende Theaterabend, ist eine fast schon magische Geschichte über die Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand hinauszusehen und gemeinsam ein neues WIR zu schaffen, das die Kraft hat, die unumstößlich scheinende Realität zu verändern. Musikalisch, humorvoll erzählt dieser Theaterabend von einem beeindruckenden Kapitel der jüngsten Vergangenheit. Ein Abend für alle Menschen ab 13 Jahren, denen Solidarität wichtig ist. Eine Geschichte über die Chance, Vorurteile aufzugeben und über die Gewissheit, dass ein gemeinsames WIR möglich ist, egal in welcher Realität wir zu verharren scheinen.


