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Die verlorene Ehre der Katharina Blum

in Schauspielhaus
Uraufführung/Premiere am 28. Februar 2020
Die Erzählung von Heinrich Böll beleuchtet die dramatischen Konsequenzen, die ein zufälliger Kontakt mit einem Terroristen für eine unauffällige Haushälterin haben kann. Im Zentrum steht die Frage nach der Unschuldsvermutung und der Zerstörung der Privatsphäre durch die Medien.
© Kerstin Schomburg

Selbst Opfer einer BILD-Zeitungskampagne aufgrund eines angeblich mit der RAF sympathisierenden Artikels wusste Böll, wovon er schrieb, als er einige Jahrzehnte vor der Erfindung von Shitstorm und Cybermobbing die Macht der Medien angriff. Mehr jedoch als die „Gegensensation“, dass die gedemütigte Katharina Blum zur Waffe greift und ihren journalistischen Hauptpeiniger erschießt, interessierte Böll die grundsätzliche Frage: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann – so auch der Untertitel seines Werks. Und damit lieferte er die Vorlage für eine fundamentale Medienkritik: die Frage nach medialer Gewalt.

Regisseur Stefan Pucher verbindet in seiner heutig politischen Sicht auf den Moralisten Böll auch die Frage nach den verlorenen Werten der alten Bundesrepublik. Stefan Pucher arbeitet unter anderem am Schauspielhaus Zürich, der Volksbühne Berlin und dem Deutschen Theater Berlin.

Regie Stefan Pucher
Bühne Stéphane Laimé
Kostüme Annabelle Witt
Musik Christopher Uhe
Video Hannes Francke, Ute Schall
Dramaturgie John von Düffel

Mitwirkende

Stéphane Laimé(Bühnenbild)
Annabelle Witt(Kostümbild)
Christopher Uhe(Komponist/in)
Hannes Francke(Videodesign)
Ute Schall(Videodesign)
John von Düffel(Dramaturgie)
Mohamed Achour(Schauspieler/in)
Mathias Max Herrmann(Schauspieler/in)
Caroline Junghanns(Schauspieler/in)
Wolf List(Schauspieler/in)
Miriam Maertens(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Freitag, 28. Februar 2020 (Premiere / Uraufführung)
Dienstag, 03. März 2020
Freitag, 13. März 2020
Samstag, 28. März 2020

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