Wie in der barocken Oper üblich, folgen sich in Giulio Cesare in Egitto mehr oder weniger stereotype Affekte von Stolz über Wut und Trauer bis zu Koketterie und Liebe. Für die szenische Umsetzung haben sich Regisseur Fabio Ceresa, Bühnenbildner Massimo Checchetto, Kostümbildner Giuseppe Palella und Choreograf Mattia Agatiello entschieden, das Spiel mit Klischees aufzugreifen und weiterzuspielen.
Wie alle Opern von Georg Friedrich Händel geriet Giulio Cesare in Egitto bald nach der gefeierten Uraufführung in Vergessenheit. Im 20. Jahrhundert eroberte das Werk die Bühnen zurück, heute gilt es als beliebteste unter Händels Opern.
An der Spitze des Sinfonieorchesters steht der Händel-Spezialist Rubén Dubrovsky, der zusammen mit dem Regisseur die Spielfassung entwickelt hat. Das hauseigene Solistenensemble wird durch renommierte Gäste ergänzt, darunter drei Countertenöre: Vasily Khoroshev als Nireno, Luigi Schifano als Tolomeo und Terry Wey in der Titelpartie. Der gebürtige Berner Terry Wey hat in den letzten Jahren insbesondere Händel-Partien an verschiedenen Opernhäusern gesungen.
Als Cleopatra kehrt Jeanine De Bique zurück. Die auf Trinidad geborene Sopranistin gab ihr Debüt als Musetta in La bohème und ist seitdem an verschiedenen renommierten Opernhäusern aufgetreten.

