Heimarbeiter, Partygänger, isolierte Existenzen – sie alle sind auf der Suche nach einer Struktur, immer wieder unterbrochen durch Verbindungsschwankungen, Bildstörung, kommunikatives Stottern. So sucht auch K. im Dorf nach Zugängen, Wegen, Netzknoten, Verbindungen zu den Bewohnern und versucht, die Regeln der „Fearology“ zu entschlüsseln, die die Medien der Stunde generieren.
Über die hauseigene Webseite streamt das Schauspiel Leipzig einen Mitschnitt der Inszenierung von Bertolt Brechts „Baal“ in der Regie von Nuran David Calis aus dem Jahr 2015. Calis‘ ästhetisch hoch verdichtete Inszenierung nimmt Brechts erste, fragmentarisch-spröde Fassung des Textes zur Grundlage – und macht den kompletten Text auf verschiedensten Wahrnehmungs-Ebenen theatral erlebbar.
Das Schauspiel Leipzig präsentiert die „Club Convention“, das Festival der Theaterspielclubs, erstmals in einer Online-Edition: Alle vier Clubs und ihre LeiterInnen stellen sich der Herausforderung und zeigen das, was unter Corona-Bedingungen möglich ist – einen Arbeitsstand, Ausschnitte aus Stückentwicklungen, alles improvisiert, kurz, knackig. Gemäß dem Spielzeitmotto „Miteinander / Ensemble“ liegt der Schwerpunkt der Club Convention in diesem Jahr trotz allem auf der Vernetzung und dem Austausch der Clubs untereinander. Virtuelle Begegnungs-Plattformen und ein Fortbildungs-Workshop für Fach-Kolleginnen und -kollegen schaffen Raum und Gelegenheit dafür.


