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Die hockenden und Peer Gynt

in Theater an der Ruhr
Uraufführung/Premiere am 21. Mai 2020
In zwei Inszenierungen verschmelzen Realität und Irrealität. Miroslava Svolikova thematisiert in 'die hockenden' das Leben im engen Dorf, während Ibsens 'Peer Gynt' von der Sehnsucht nach einem anderen Leben erzählt.
© Rolf Arnold, "die hockenden"

Vom engen Dorf in der namenlosen Provinz samt der „hockenden“, die ihr Leben dort nicht (oder höchstens nur verbal) verlassen und die Miroslava Svolikova zum Schauplatz ihres sprach-intensiven Werkes macht, ist es nicht weit zum Phantasten Peer, der fort will von zuhaus und sich ein anderes Leben erträumt und er-redet. In den „hockenden“ ist es ein Stimmenchor, den Mirja Biel in der musikalischen Gestaltung von Sophia Kennedy inszeniert, in Philipp Preuss‘ bildgewaltiger Ibsen-Interpretation ist es ein vielgestaltiger Peer, mit dem der Abend sich der Hauptfigur nähert. Als „Aase“ und „Alter Peer“ ist dabei noch einmal der im Oktober 2019 verstorbene Dieter Jaßlauk zu erleben in der Doppelrolle, mit der er nach über 40 Jahren am Schauspiel Leipzig seinen Bühnabschied nahm.

Das Schauspiel Leipzig gehört mit seinem kontinuierlich erweiterten Angebot der Live-Audiodeskription im Sinne der sozialen Inklusion zu den Vorreitern im Theaterbereich und wurde u. a. mit dem Ehrenpreis des Blinden- und Sehbehindertenverbands Sachsen ausgezeichnet.

Auch die Inszenierung „Peer Gynt“ war Teil der Live-Audiodeskription, die seit 2013 mindestens einmal pro Monat am Haus angeboten wird. Ein Team aus nichtsehenden und sehenden Menschen erstellt zu ausgewählten Inszenierungen regelmäßig Audio-Skripte, die während der Aufführung von professionellen Sprecherinnen und Sprechern live eingelesen werden, um die visuellen Vorgänge auf der Bühne besser wahrnehmbar zu machen. Für das Streaming von „Peer Gynt“ wurde dem Video eine vorproduzierte Tonspur hinzugefügt. Die Zuschauerinnen und Zuschauer können wählen zwischen der Aufzeichnung mit unterlegter Audiodeskription und ohne.

Zu jeder analogen Vorstellung mit Audiodeskription gehört zudem ein spezieller Vorlauf, der eine taktile Bühnenführung und eine Stückeinführung, inklusive dem Ertasten von Requisiten und Kostümen beinhaltet. Vor dem Beginn der Vorstellung kann eine Audio-Einführung mit Beschreibung des Bühnenbildes, der Kostüme und der Besetzung angehört werden, die auch dem Stream von „Peer Gynt“ vorangestellt wird.

Mitwirkende

Maria Neumann(Schauspieler/in)
Roberto Ciulli(Schauspieler/in)
Kornelius Heidebrecht(Komponist/in)
Ramallah Aubrecht(Kostümbild)
Konny Keller(Videodesign)
Christin Ihle(Dramaturgie)
Timo Fakhravar(Schauspieler/in)
Dieter Jaßlauk(Schauspieler/in)
Andreas Keller(Schauspieler/in)
Joanne D'Mello(Sänger/in)
Fanny Lustaud(Sänger/in)
Amanda Martikainen(Sänger/in)
Hiltrud Kuhlmann(Sänger/in)
Markus Lerch(Schauspieler/in)
Denis Petković(Schauspieler/in)
Felix Axel Preißler(Schauspieler/in)
Florian Steffens(Schauspieler/in)
Mirja Biel(Regie)
Sophia Kennedy(Komponist/in)
Tine Becker(Kostümbild)
Katharina Merten(Videodesign)
Francesco Greco(Musikalische Leitung)
Thomas Kalz(Lichtdesign)
Timo Fakhravar(Schauspieler/in)
Kornelius Heidebrecht(Schauspieler/in)
Dieter Jaßlauk(Schauspieler/in)
Andreas Keller(Schauspieler/in)
Markus Lerch(Schauspieler/in)
Denis Petković(Schauspieler/in)
Felix Axel Preißler(Schauspieler/in)
Florian Steffens(Schauspieler/in)
Joanne D’Mello(Schauspieler/in)
Hiltrud Kuhlmann(Schauspieler/in)
Fanny Lustaud(Schauspieler/in)
Amanda Martikainen(Sänger/in)
Ramallah Aubrecht(Bühnenbild)
Christin Ihle(Dramaturgie)
Beatrix Hermens(Dramaturgie)
Pernille Sonne(Dramaturgie)
Florian Eib(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Donnerstag, 21. Mai 2020 (Sonderaufführung)

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