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Medea

Uraufführung/Premiere am 12. Juni 2020
Medeas Name und der Mythos faszinieren bis heute. Kaum eine der uns bekannten Tragödien und mythischen Figuren hat über die Zeiten so vielfältige mediale Transformationen durchlaufen wie diese.
© Rolf Arnold

Der griechische Dichter Euripides konfrontiert das Publikum in „Medea“ mit einer Protagonistin, die noch heute – über 2.400 Jahre nach Entstehung des Stücks – drastisch und in ihrer Zerrissenheit radikal modern erscheint. Um sich an ihrem Mann Jason zu rächen, der sie und ihre Kinder für eine jüngere Frau und seinen sozialen Aufstieg am Hofe König Kreons im Stich lässt, greift Medea, die einst stolze Prinzessin aus Kolchis, zur radikalsten Tat: In der Fremde verlassen, tief gekränkt und in die Ecke gedrängt, tötet sie ihre eigenen Kinder.

In ihrer Figur scheinen die Abgründe im Menschen auf. Medea ist sich ihrer grausamen Tat bewusst. Sie denkt und formuliert sie. Sie erschrickt vor ihr als eine irrationale Tat. Und entscheidet sich dennoch für diese Tat. Eine Tat, die das Private weit verlässt und gegen gesellschaftliche Erwartungen und Strukturen angeht, durch die Medea weit ins Abseits gedrängt wird.

Mitwirkende

Anne Cathrin Buhtz(Schauspieler/in)
Lena Drieschner(Schauspieler/in)
Ellen Hellwig(Schauspieler/in)
Christoph Müller(Schauspieler/in)
Michael Pempelforth(Schauspieler/in)
Denis Petković(Schauspieler/in)
Philipp Staschull(Schauspieler/in)
Friedrich Steinlein(Schauspieler/in)
Paul Trempnau(Schauspieler/in)
Nicole Widera(Schauspieler/in)
Anton Littger(Schauspieler/in)
Lorenzo Vitagliano(Schauspieler/in)
Arthur A. Pathak(Schauspieler/in)
Theodor Helm(Schauspieler/in)
Kathrin Frosch(Bühnenbild)
Biber Gullatz(Komponist/in)
Benjamin Große(Dramaturgie)
Jörn Langkabel(Lichtdesign)

Spielzeiten

Freitag, 12. Juni 2020 (Premiere / Uraufführung)
Samstag, 13. Juni 2020
Sonntag, 14. Juni 2020
Samstag, 11. Juli 2020
Sonntag, 12. Juli 2020

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