Der Ausbruch der Corona-Pandemie und deren Folgen haben die Sicht auf die Welt, die Dinge und unser Leben in der Dimension verändert, wie wir sie von großen historischen oder kulturellen Umbrüchen kennen. Deshalb schauen Die da drüben – Kleist & Konsorten auch auf das Andere, öffnen neue Sichtweisen und reflektieren mit Formaten und Schauspielern Themen wie nationale Identität, das Fremde, Erfundene, Echte und natürlich auch die Wende und die Wiedervereinigung. Hier treffen Kleist auf Schiller und Gaudy auf Kleist, Kafka auf einen Poetry Slam und Hacks auf Gunter Schoß, eine Band auf Robert Stadlober und das Publikum auf Kleist kontrovers, Stefan Heym auf Amphitryon und theater 89 einmal mehr auf Kleist, Israel auf Palästina und Deutschland auf Polen und (fast) zum Abschluss in der Bürgerschaftslesung wir alle auf fast 250 Jahre Geschichte. Die Sonderausstellung zu den Kleist-Festtagen richtet den Fokus auf „das deutscheste aller Dramen“ und reflektiert die wechselvolle Rezeptionsgeschichte zu „Kleists Herrmannsschlacht und dem Zeitgeist“.
Die Kleist-Festtage laden zu Begegnungen und Diskussionen, zu Theater und Gespräch, Musik und Film, zur Debatte über unser aktuelles (Er-)Leben: mal wild, mal leise, mal intim, mal virtuos – eben wie die besondere Zeit, in der wir uns gerade befinden.


