Vor über 100 Jahren wurde in Weimar eine besondere Schule für Gestaltung gegründet: das Bauhaus. Dort studierten und unterrichteten Frauen und Männer aus der ganzen Welt. Sie gestalteten Räume, Möbel, Alltagsgegenstände, Spielzeug und andere Objekte – aber vor allem Visionen. Das Bauhaus war in der kurzen Zeit seines Bestehens – zwischen dem 1. Weltkrieg und der Machtergreifung Hitlers – ein Ort, an dem auf besondere Weise Kreativität, Selbstentfaltung und Gemeinschaft erblühen konnten. Es war ein Experiment, an dem wichtige Künstler ihrer Zeit mitwirkten und in dem sich verschiedene künstlerische, literarische und geistesgeschichtliche Strömungen begegneten. Das Ziel: „Wollen, erdenken, erschaffen wir gemeinsam den neuen Bau der Zukunft!“
Das Bauhaus war eine große Idee, die noch heute begeistert und inspiriert. Diese Idee will die interaktive Inszenierung lebendig werden lassen. Ausgehend von den sieben Werkstoffen Metall, Holz, Stein, Glas, Ton, Gewebe und Farbe, die die Bauhaus-Studenten in dem berüchtigten Vorkurs erforscht haben, wird der kleine Saal in einen klingenden Erlebnis- und Theaterraum verwandelt. Die Zuschauer begeben sich zusammen mit den drei Spielern auf eine synästhetisch-theatrale Reise, auf der sie verschiedene Persönlichkeiten und die Geschichte des Bauhauses in einer gesellschaftspolitisch denkwürdigen Zeit erleben sowie Träume und (Klang)Räume finden und selbst gestalten können.


