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Der Zauberberg

in Deutsches Theater Berlin (Gebäude)
Uraufführung/Premiere am 13. Dezember 2020
Sebastian Hartmann stellt in seiner Adaption von Thomas Manns 'Der Zauberberg' die Frage nach der Zeit in den Mittelpunkt. Er untersucht die Beziehung zwischen Zeit und Bewegung und lädt das Publikum ein, über die Konzepte von Ewigkeit und Unendlichkeit nachzudenken.
© Vorabfoto Tilo Baumgärtel

Die Zeit ist identisch, sie hat verbale Beschaffenheit, sie ‚zeitigt’. Was zeitigt sie denn? Veränderung! Jetzt ist nicht Damals, Hier nicht Dort, denn zwischen beiden liegt Bewegung. Da aber die Bewegung, an der man die Zeit misst, kreisläufig ist, in sich selber beschlossen, so ist das eine Bewegung und Veränderung, die man fast ebensogut als Ruhe und Stillstand bezeichnen könnte; denn das Damals wiederholt sich beständig im Jetzt, das Dort im Hier. Da ferner eine endliche Zeit und ein begrenzter Raum auch mit der verzweifeltsten Anstrengung nicht vorgestellt werden können, so hat man sich entschlossen, Zeit und Raum als ewig und unendlich zu 'denken', in der Meinung offenbar, dies gelinge, wenn nicht recht gut, so doch etwas besser. Bedeutet aber nicht die Statuierung des Ewigen und Unendlichen die logisch-rechnerische Vernichtung alles Begrenzten und Endlichen, seine verhältnismäßige Reduzierung auf Null? Ist im Ewigen ein Nacheinander möglich, im Unendlichen ein Nebeneinander?

Mitwirkende

Samuel Wiese(Komponist/in)
Tilo Baumgärtel(Videodesign)
Lothar Baumgarte(Lichtdesign)
Claus Caesar(Dramaturgie)
Elias Arens(Schauspieler/in)
Manuel Harder(Schauspieler/in)
Peter René Lüdicke(Schauspieler/in)
Markwart Müller-Elmau(Schauspieler/in)
Linda Pöppel(Schauspieler/in)
Birgit Unterweger(Schauspieler/in)
Cordelia Wege(Schauspieler/in)
Niklas Wetzel(Schauspieler/in)
Samuel Wiese(Sänger/in)

Spielzeiten

Freitag, 20. November 2020 (Premiere / Uraufführung)
Sonntag, 13. Dezember 2020 (Premiere / Uraufführung)

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