Gespielt wird, bedingt durch die Fortsetzung des Theater-Lockdowns, weiterhin für Fernseh-, Radio- und Streaming-Publikum. Die Premiere wird live auf play.wiener-staatsoper.at sowie im ORF III-Hauptabendprogramm im Rahmen von »Wir spielen für Österreich« und auf myfidelio.at ausgestrahlt. ORF III startet bereits mit den »Kulissengesprächen mit Barbara Rett«.
Radio Ö1 sendet die Premierenproduktion von La traviata zu einem späteren Zeitpunkt.
Unter der musikalischen Leitung von Giacomo Sagripanti – der international gefragte italienische Dirigent gibt sein Debüt am Dirigentenpult des Hauses – ist Pretty Yende in der Titelpartie zu erleben. Sie feierte im Herbst als Adina in L’elisir d’amore ihr erfolgreiches Staatsoperndebüt. Dabei stand sie bereits gemeinsam mit Juan Diego Flórez auf der Bühne, der nun – erstmals in Wien – den Alfredo verkörpert. Ein weiteres Rollendebüt am Haus gibt Igor Golovatenko, der sich schon im Oktober als umjubelter Posa in »Don Carlos« dem Wiener Publikum vorstellen konnte, als Giorgio Germont.
ZUR PRODUKTION
»Ich versuche nie, herauszufinden, was dieses Stück einmal war – ich versuche nur herauszufinden, was dieses Stück jetzt für unsere Gesellschaft bedeutet«, so Regisseur Simon Stone zu seiner Inszenierung. In seiner mit riesigen Videowänden und Social Media jonglierenden Produktion zeigt er, wie aktuell und zeitgenössisch große Oper 2021 sein kann: Violetta ist ein Pariser »It-Girl«, eine sterbenskranke Influencerin, die selbst dann in ihrer Instagram-Blase gefangen bleibt, wenn sie sich mit ihrem Geliebten aufs Land zurückzieht. Ihr Leben ist der virtuellen Präsentations- und Schaulust ausgeliefert. Alles Private ist bei ihr öffentlich, dafür wird der öffentliche urbane Raum zu ihrem einzigen Rückzugsgebiet für Momente der Schwäche.
La traviata (Giuseppe Verdi)
Musikalische Leitung Giacomo Sagripanti
Inszenierung Simon Stone
Bühne Robert Cousins
Kostüme Alice Babidge
Licht James Farncombe
Video Zakk Hein
Eine Koproduktion mit der Opéra national de Paris.


