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Gräfin Mariza

Uraufführung/Premiere am 08. Mai 2021
Streamingpremiere der Kálmán-Operette »Gräfin Mariza«, begleitet von ersten Einblicken in die Musikalische Komödie nach ihrer zweijährigen Sanierung.
© Tom Schulze, Musikalische Komödie Leipzig

Mit seiner Operette »Gräfin Mariza« verfolgte Emmerich Kálmán den Plan, den Erfolg der »Csárdásfürstin« zu wiederholen. Das Ergebnis sieht aus wie eine Operette nach Rezept: Man rühre zunächst ein absurdes Spiel mit den Identitäten an, hebe eine melodramatische Liebesromanze darunter, garniere das Ganze mit einer Mischung aus Walzerseligkeit und jeder Menge feuriger Csárdásrhythmen und streue zum Schluss ein paar zeittypische Foxtrottklänge darüber.

Um sich vor dem Ansturm potenzieller Heiratskandidaten zu schützen, fingiert die schöne und reiche Gräfin Mariza eine Verlobungsfeier mit dem Gutsbesitzer Zsupán aus Varasdin und lädt in allen Zeitungen großspurig dazu ein. Allein der Bräutigam habe sich für den besagten Abend entschuldigt. Als dieser aber plötzlich in leibhaftiger Gestalt vor Mariza steht, ist sie ähnlich verblüfft wie ihr Fake-Bräutigam, der aus der Zeitung von seinem Glück erfahren hat. Mariza gerät unter Zugzwang – gesteht sie vor versammelter Gesellschaft ihr kleines Abwehrmanöver oder folgt sie Zsupáns Ruf: »Komm mit nach Varasdin!«? Einem jedenfalls würde sie damit einen gewaltigen Stich versetzen, dem melancholisch veranlagten Tassilo, der Mariza ausgerechnet an jenem denkwürdigen Abend zum ersten Mal begegnet.

Neben täglicher Testung des Ensembles hat Ulrich Wiggers in seiner Inszenierung – auch wehmütig oder ironisch kommentiert – auch auf erforderliche Abstände für Gesang und Tanz geachtet. Der Chor singt von den neuen Rängen aus, getrennt nach Stimmen und ist leider nicht im Bild. Das Orchester unter der Leitung von Tobias Engeli musiziert zum ersten Mal aus dem neuen höhenverstellbaren Orchestergraben der Musikalischen Komödie, der wie Stellwerk, Zuschauersaal, Venussaal, Außenanlage und Tontechnik der zweijährigen Sanierung zu verdanken ist. Die umfassende Sanierung im Wert von annähernd 10 Millionen Euro wurde gemeinsam von Oper Leipzig, Stadt, Land und Bund u. a. aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost und Eigenmitteln der Oper finanziert. Auch die zahlreichen Fans der traditionsreichen Spielstätte, die 1912 im Leipziger Stadtteil Lindenau erbaut wurde, haben sich durch einen zweckgebundenen Zuschlag auf die Eintrittskarten für die Musikalische Komödie engagiert.

Mitwirkende

Tobias Engeli(Musikalische Leitung)
Lilli Wünscher(Schauspieler/in)
Adam Sanchez(Schauspieler/in)
Moritz Dragomir Populescu(Schauspieler/in)
Vikrant Subramanian(Schauspieler/in)
Jeffery Krueger(Schauspieler/in)
Lisa Tassilos Schwester(Schauspieler/in)
Mirjam Neururer(Schauspieler/in)
Karl Stephan Liebenberg(Schauspieler/in)
Michael Raschle(Schauspieler/in)
Angela Mehling(Schauspieler/in)
Milko Milev(Schauspieler/in)
Claudia Otte(Schauspieler/in)
Holger Mauersberger(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Samstag, 08. Mai 2021 (Premiere / Uraufführung)
Freitag, 21. Mai 2021

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