Das Theater Magdeburg kann sich dabei auf den Beschluss der Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschef*innen der Länder berufen. Das Modellprojekt ist befristet, da die 12. Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt nur für einen bestimmten Zeitraum gültig ist.
Das viertägige Modellprojekt wird mit einem Sinfoniekonzert eröffnet, in dem Werke von Joseph Haydn und Anna Clyne unter der musikalischen Leitung von GMD Anna Skryleva erklingen. Hier ist rezitierend auch Schauspielerin Anja Signitzer mit von der Partie.
Fortgesetzt wird das Modellprojekt mit einer Vorstellung der Operette »Der Zigeunerbaron«. Die Inszenierung von Tobias Heyder kann endlich eine dritte Vorstellung vor Publikum erleben. Matthias Käther lobte nach der Premiere auf MDR Kultur: »Hier muss man wirklich schwärmen: Was für ein Mut und eine musikalische Leistung, in Magdeburg einen unverstümmelten, musikalisch fast vollständigen Zigeunerbaron zu zeigen und so dem Komponisten wirklich gerecht zu werden!«
Doch nicht nur Repertoire kommt auf die Bühne bei diesem Modellversuch, sondern auch zwei Voraufführungen von Inszenierungen, die bisher noch keine offizielle Premiere erlebt haben. Dazu gehört das Musical »Guys and Dolls« in der Inszenierung von Götz Hellriegel unter der musikalischen Leitung von Nathan Bas.
Und auch Verdis »Rigoletto« wird nun endlich seine Voraufführung erleben. In seiner Inszenierung möchte Regisseur Christian von Götz besonders die Angst der Titelfigur um seine Tochter hervorheben. Rigoletto muss aufgrund der Abwesenheit einer Mutter ganz allein für die Sicherheit seiner Tochter Gilda sorgen.
Inwieweit das Modellprojekt ausgeweitet wird, muss noch entschieden werden. Das Theater Magdeburg würde sich sehr freuen, neben Streaming-Projekten auch einzelne Vorstellungen vor und mit Publikum anbieten zu können.
Zuschauer*innen erhalten nach der Buchung genaue Hinweise zu den verpflichtenden Testungen und Zertifikaten sowie den einzuhaltenden Hygiene- und Abstandsregelungen.


