Christa Wolf (1929-2011) setzt mit ihrem Roman Kassandra dem patriarchalen Mythos des trojanischen Krieges und seiner Helden eine starke weibliche Perspektive entgegen. Mit Auszügen aus ihrer Erzählung werden Perspektiven hinterfragt, Held:innen gefunden, wo keine gesucht wurden und jene entlarvt, die sich nur als solche verkleiden. Wie kann ein Krieger, wie eine Seherin vor dem fliehen, was von ihm, ihr erwartet und verlangt wird? Wie können sie frei sein?
Kassandra // Achill stellt zwei grundverschiedene Figuren der griechischen Mythologie gegenüber. Ihre Nicht-Begegnung wird zum zentralen Thema, ihre Gegenüberstellung zum Kampf um Autonomie und Freiheit.


