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Premieren im Juni

Uraufführung/Premiere am 04. Juni 2021
Das Schauspiel Hannover nimmt nach einer Zwangspause den Spielbetrieb wieder auf und bringt insgesamt sieben Premieren heraus. Die Stücke thematisieren verschiedene gesellschaftliche und persönliche Fragestellungen.
© Kerstin Schomburg

MYTHOS WIRKLICHKEIT
Ein Doppelabend von Pia Maria Kröll und Jonathan Heidorn. Zwei Regisseur:innen zeigen zwei Inszenierungen in einem kompakten Doppelabend: Der erste Teil (Kriemhild, inszeniert von Pia Maria Kröll) befasst sich mit der Nibelungensage. Der zweite Teil (So oder so ähnlich, inszeniert von Jonathan Heidorn) beleuchtet den Fall des ehemaligen Spiegel-Reporters Claas Relotius, der über Jahre hinweg Reportagen teilweise oder gänzlich erfand und verfälschte. Ein Doppelabend über Wahrheit und Wirklichkeit.

ÖL DER ERDE
Von Ella Hickson. Über 150 Jahre erstreckt sich die Handlung von Ella Hicksons Öl der Erde. Scheinbar mühelos reisen die Protagonistinnen May und Amy durch die Zeit und erzählen vor dem Hintergrund globaler Auswirkungen und Abhängigkeiten von einer der weltwichtigsten Ressourcen eine weibliche Emanzipationsgeschichte. Armin Petras wird die Geschichte um Kolonialismus, Kapitalismus, Familie und Empowerment inszenieren.

THE RETURN
Von Felix Landerer / Of Curious Nature. Familie: Eine Schicksalsgemeinschaft, die wir nicht wählen können und die uns doch bis in das Innerste definiert. Sie schafft Rituale, Gepflogenheiten und Muster. Wer sich selbst verstehen will, kommt an der eigenen Familie nicht vorbei. Felix Landerer und das neu gegründete Ensemble of curious nature entwickeln ein Tanzstück, das sich mit der Konstruktion von Familie beschäftigt und hinter die Fassade schaut. Absurd, tragisch, komisch.

OSKAR UND DIE DAME IN ROSA
Von Éric-Emmanuel Schmitt. Oskar ist 12 Jahre und an Leukämie erkrankt. Niemand lacht mehr über seine Witze und alle gehen weg, wenn er fragt, ob er sterben muss. Da trifft er Rosa, die ihn durch ihre Ehrlichkeit, Unverblümtheit und Schlagfertigkeit begeistert. Die junge Regisseurin Ruth Langenberg erzählt die Geschichte einer intergenerativen Freund*innenschaft, in der es um Liebe und Hass, Freude und Verlust geht und darum, wie man mit jungen Menschen über den Tod spricht.

WAS IHR WOLLT
Von William Shakespeare. Der Hof des Schauspielhauses wird zur Kulisse für ein Verwirrspiel, in dem sich die Charaktere hinter scheinbar vorgetäuschten Identitäten verstecken. Ronny Jakubaschk inszeniert Shakespeares Komödie für die neu errichtete open air Bühne im Hoftheater.

DIE TAGESORDNUNG
Nach dem Roman von Éric Vuillard. Es ist der 20. Februar 1933. Vierundzwanzig führende Vertreter der deutschen Wirtschaft versammeln sich in Berlin zu einem geheimen Treffen mit Adolf Hitler und Hermann Göring. Was Geld und Namen hat, findet sich zusammen, um dem frisch vereidigten Reichskanzler die Ehre zu erweisen – aber natürlich auch in der Hoffnung, aus dieser Begegnung Profit zu schlagen. Regisseur Oliver Meyer.

AMPHITRYON
Von Heinrich von Kleist. Was passiert, wenn ich nicht mehr mit Sicherheit sagen kann, wer ich bin? Wenn das, was ich getan habe, nicht mit der Wahrnehmung meines Gegenübers übereinstimmt? Kleists Fragen zielen auf den Kern unserer Identitätskonstruktion und dafür setzt er die Figuren seines Lustspiels einer Versuchsanordnung der besonderen Art aus.

Spielzeiten

Freitag, 04. Juni 2021 (Premiere / Uraufführung)

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