Herzog Orsino von Illyrien ist ganz krank vor Liebe zur Gräfin Olivia, die jedoch in Trauer um ihren verstorbenen Bruder jeglicher Gesellschaft abgeschworen hat. Orsino schickt seinen charismatischen Diener Cesario zu Olivia, der jedoch in Wirklichkeit Viola ist, eine junge Frau, die sich als Mann verkleidet hat.
Noch komplizierter wird alles, weil Viola sich Hals über Kopf in Orsino verliebt hat. An Olivias Hof wird dem ordnungsliebenden Verwalter Malvolio ein derber Streich von ihrer Kammerdienerin Maria und ihrem Vetter Sir Toby Rülps gespielt. Und irgendwann tritt auch noch Violas verschollen geglaubter Zwillingsbruder Sebastian auf. In wilden Wirrungen und Weinsalven erzählt sich in Illyrien eine Welt, in der die Narren noch die klügsten Worte von sich geben, sich der Adel komplett dem Liebeswahnsinn und den niederen Gelüsten verschrieben hat und in deren Trubel sich die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit, Tag und Nacht, Mann und Frau verflüssigen.
Shakespeares meistgespielte Komödie trägt im Originaltitel den Zusatz "Die zwölfte Nacht" und bezieht sich damit auf den Dreikönigsabend, an dem die besinnlichen Weihnachtstage von einer ausgelassenen, karnevalsähnlichen Zeit abgelöst werden; in der die Welt, Rollen, Ränge und Ordnungen aufgehoben werden - macht, was ihr wollt!