Liebe und Macht, Selbstbehauptung und Unterwerfung: August Strindbergs Fräulein Julie beleuchtet die Vielschichtigkeit der Geschlechterverhältnisse. Die Neuinterpretation von Timofej Kuljabin und Roman Dolzhanskij bringt frische Perspektiven in die klassische Geschichte.
Indem sie mit Julies Verlobtem eine Figur auf die Bühne stellen, von der bei Strindberg nur gesprochen wird, erzählen Kuljabin und Dolzhanskij die Geschichte um Julie, ihren Angestellten Jean und dessen Freundin Christine als eine Geschichte über Einsamkeit, Egoismus, Gier und Verrat im Zeitalter der Überwachungstechnologie.
Timofej Kuljabin ist künstlerischer Leiter am Theater Rote Fackel in Nowosibirsk und einer der derzeit aufregendsten Regisseure Russlands.