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In einem Jahr mit 13 Monden

in Theaterzelt Landshut
Uraufführung/Premiere am 08. Oktober 2021
Wie weit ist ein Mensch bereit zu gehen, um Liebe zu erfahren? Elvira/Erwin, die Hauptfigur in Rainer Werner Fassbinders „In einem Jahr mit 13 Monden“, hat diese Fragen für sich beantwortet und auf der verzweifelten Suche nach Liebe sogar das Geschlecht gewechselt. Die Konsequenzen dieses radikalen Schrittes kann man in der Bühnenversion von Fassbinders Werk verfolgen.
© Landestheater Niederbayern

Elvira war früher ein Mann. Verheiratet. Mit einem Kind. Aber Erfüllung konnte ihm dieses Leben nicht bringen. Obwohl nicht homosexuell, entschied er sich aus Liebe zu einem Mann und dem Verdacht, das Gefühl beruhe auf Gegenseitigkeit, zu einer Geschlechtsumwandlung und wurde zu Elvira. Jahre sind vergangen. Elvira ist nicht mehr jung. Elvira ist nicht mehr schön. Eine glücklose und brutale Beziehung geht in die Brüche und Elvira macht sich gemeinsam mit ihrer Vertrauten, der Prostituierten Zora, auf die Suche nach dem Mann, der der Auslöser für ihren radikalen Lebenswechsel war. Doch am Ende der Reise in die Vergangenheit, nach vielen tragischen Stationen, steht nicht die Erlösung. Die Geschichte von Erwin/Elvira nimmt ein tragisches Ende.

„Jedes siebente Jahr ist ein Jahr des Mondes, in dem besonders viele Menschen an Depressionen leiden. Wenn aber ein Mondjahr gleichzeitig noch ein Jahr mit 13 Neumonden ist, wie 1978, kommt es zu persönlichen Tragödien.“ - so heißt es im Vorspann des Films „In einem Jahr mit 13 Monden“, für den Rainer Werner Fassbinder (1945-1982) nicht nur das Drehbuch schrieb, sondern auch Regie führte. Das Werk lässt sich sowohl als eine Abrechnung Fassbinders mit dem gefühlskalten, von Geldgeschäften beherrschten Großstadt-Milieu verstehen, wie auch als eine Verarbeitung seiner persönlichen Situation: im Mai 1978 hatte sich sein langjähriger Freund Armin Meier mit einer Überdosis Schlafmittel das Leben genommen, nachdem Fassbinder sich von ihm trennen wollte.

Mitwirkende

Erich Uiberlacker(Bühnenbild)
Julius von Maldegehm(Komponist/in)
Joachim Vollrath(Schauspieler/in)
Stefan Voglhuber(Schauspieler/in)
Ella Schulz(Schauspieler/in)
Gudrun Elisabeth von Koch(Schauspieler/in)
Paula-Maria Kirschner(Schauspieler/in)
Jochen Decker(Schauspieler/in)
Frank Alexander Nadler(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Freitag, 08. Oktober 2021 (Premiere / Uraufführung)

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