So gehört Leonore 40/45 zu den Werken des Musiktheaters des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts, die ihren Weg nicht in den Kanon gefunden haben und die derzeit mit dem szenischen und wissenschaftlichen Rechercheprojekt FOKUS |‘33| – Forschungsreise zu den Ursachen von Verschwinden und Verbleiben – zur Diskussion stehen.
Oper a semiseria in einem Vorspiel und sieben Bildern (zwei Akte)
Von Rolf Liebermann (1910-1999)
Libretto von Heinrich Strobel
Ein Rahmenprogramm begleitet jede Vorstellung von Leonore 40/45.
Direkt vor der Premiere hält Prof. Dr. Thomas Bauer, Islamwissenschaftler und Arabist der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, den Festvortrag „Vom Kanon zum Einerlei – warum die Oper ihre Vielfalt liegenlässt“ anlässlich der Eröffnung der Reihe FOKUS |‘33|. Der Festvortrag findet um 18 Uhr im großen Saal des Opernhauses statt. Direkt im Anschluss beginnt die Premiere von Leonore 40/45.
Am Freitag wird es ein Gespräch über Besatzer, Besetzte und späte Staatsbürger mit Dr. Stefan Martens zum Thema „Im Spannungsfeld zwischen Erbfeindschaft und Völkerfreundschaft“ auf der Foyerbühne im Opernhaus geben.
Am Sonntag, im Anschluss an die Vorstellung Leonore 40/45, findet ein Gespräch mit heutigen deutsch-französischen Paaren auf der Foyerbühne des Opernhauses statt: „L'amour est plus fort que la haine, je crois à l'amour - Liebe ohne Grenzen?“
NACHGEFRAGT: Zur letzten Vorstellung von Leonore 40/45 besteht im Anschluss die Möglichkeit, den Beteiligten der Produktion Fragen zu stellen und mit ihnen zu diskutieren.
Diese Produktion wird von Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet und zeitversetzt übertragen.


