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Sonderprogramm im Rahmen der Jüdischen Kulturtage

in Vaganten Bühne
Uraufführung/Premiere am 04. November 2021
Die Jüdische Gemeinde zu Berlin veranstaltet jährlich ein Kulturfestival, die Jüdischen Kulturtage. Das Festival hat sich zu einer bedeutenden Veranstaltungsreihe entwickelt, die Einblicke in jüdische Kultur und Leben in Deutschland bietet.
© Stella Schimmele

WANDERSTERNE
Schauspiel von Julie Paucker & Sam Hunter nach dem Roman von Scholem Alejchem. "Die Kinder sind weg!" schallt es von Straße zu Straße im Shtetl in Holeneschti. Des armen Chasen Tochter Reizl und des reichen Benje Rafalowitsch Sohn Leibl sind verschwunden. Weg ist auch das jiddische Wandertheater, an das die beiden jungen Menschen ihr Herz verloren haben. Auf getrennten Wegen treiben Reizl und Leibl durch Europa – ob sie sich am Ende wiederfinden?
Trailer: https://youtu.be/RFYMwO6m2_I

DER MANN, DER NICHT AUFHÖRTE ZU SCHLAFEN
Schauspiel von Yael Schüler nach dem Roman von Aharon Appelfeld. Erwin schläft und kann kaum mehr aufwachen. Es ist das Jahr 1946, und der jüdische Junge, der mit knapper Not den Nationalsozialismus überlebte, lässt sich ziellos durch Europa treiben. Der Schlaf hält in Erwin das Verlorene lebendig: die grüne Heimat Bukowina, die geliebten Eltern. Schließlich beginnt er zu schreiben – und findet damit einen Weg, das im Traum Bewahrte zu retten.
Trailer: https://youtu.be/csz-bCBHdcM

SCHERBEN
Schauspiel von Arthur Miller. Schauplatz ist Brooklyn, 1938. Aus der Zeitung erfährt das jüdische Ehepaar Phillip und Sylvia Gellberg von den Novemberpogromen in Deutschland. Kurz darauf befällt Sylvia eine Lähmung der Beine, die scheinbar mit dem Schock dieser Nachricht zusammenhängt. Der behandelnde Arzt taucht tief in Sylvias Psyche ein und die Konflikte, die sich offenbaren, sind komplexer als gedacht.
Miller erzählt intensiv von der Hilflosigkeit des Miterlebens aus Distanz.

HÉLÈNE BERR – Pariser Tagebuch 1942 – 1944
Lesung mit Violinenbegleitung. Hélène Berrs Tagebuch gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen der Shoah in Frankreich. Noch im April 1942 beschreibt die junge jüdische Literaturstudentin Paris als Stadt der Lebensfreude. Im Februar 1944 endet ihr Tagebuch, kurz darauf wird sie verhaftet und nach Bergen-Belsen deportiert, wo sie kurz vor der Befreiung des Lagers stirbt. Ihr Tagebuch ist ein bewegendes Dokument von höchster zeitgeschichtlicher und literarischer Qualität.

SCHLAGE DIE TROMMEL UND FÜRCHTE DICH NICHT
Lesung aus den Lebenserinnerungen von Maria Gräfin von Maltzan. Maria Gräfin von Maltzan wurde 1909 geboren. Sie versteckte von den Nationalsozialisten verfolgte Menschen und verhalf ihnen zur Flucht. Ihre Biografie ist ein Zeitdokument über die Lebensart adliger Familien und ein bewegendes Zeugnis für die Möglichkeiten des Widerstands im Nationalsozialismus.

www.juedische-kulturtage.org

Mitwirkende

Maximilian Gehrlinger(Schauspieler/in)
Johanna Falckner(Schauspieler/in)
Sarah Maria Sander(Schauspieler/in)
Jan Viethen(Schauspieler/in)
Brian Bell(Regie)
Yael Schüler(Schauspieler/in)
Raphael Isaac Landzbaum(Schauspieler/in)
Hanno Dinger(Schauspieler/in)
Britta Shulamit Jakobi(Schauspieler/in)
Carlos Garcia Piedra(Schauspieler/in)
Christine Rollar(Schauspieler/in)
Magdalene Artelt(Schauspieler/in)
Matthias Hummel(Musiker/in)
Cornelia Schönwald(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Donnerstag, 04. November 2021
Freitag, 05. November 2021
Samstag, 06. November 2021

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