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Mozarts „Entführung aus dem Serail“

Uraufführung/Premiere am 13. November 2021
Auf dem Anwesen des osmanischen Statthalters Bassa Selim wurden drei Europäer als Sklaven verkauft. Konstanze widersteht dem Werben des Bassa in der Hoffnung auf Befreiung durch ihren Verlobten Belmonte.
© Nasser Hashemi

Sein Palastaufseher Osmin würde Blonde gern dem Pedrillo abspenstig machen, doch weiß sich die selbstbewusste Engländerin zu wehren. Als Belmonte tatsächlich eintrifft und sein Schiff bereitliegt, ist die Stunde der Rettung nah. Doch die Entführung misslingt und so haben die Europäer den Tod zu erwarten. Während Osmin schon in Gewaltfantasien über die verhassten Gefangenen triumphiert, schenkt Selim ihnen überraschend das Leben und die Freiheit.

„Türkische Musik“ und Arien von empfindsamer Liebe – „barbarischer“ Orient und „aufgeklärter“ Okzident – zugleich Charaktere von menschlicher Tiefe und eine Schlusswendung, die alle klischeehaften Zuschreibungen zu widerlegen scheint: Die Entführung aus dem Serail vereint geradezu einander widersprechende Haltungen Europas zum Orient. Genau dieses unabgeschlossene Verhältnis macht sie auch 240 Jahre nach der Uraufführung so spannend.

Während das Werk heute als Inbegriff des Deutschen Singspiels gilt, sprengte es in den Augen der Zeitgenossen die Grenzen dieser Gattung. Mozart ließ sich von seinem Verständnis der Musik als Stoff dramatischer Entwicklung und psychologischer Menschendarstellung leiten. So vertonte er weit mehr, als die literarische Vorlage vorsah. In einer Lebensphase entschiedener Emanzipation vom Vater und des endgültigen Abschieds aus dem Salzburger Dienst gelang ihm ein überwältigender Erfolg und seine zu Lebzeiten populärste Oper. Schauspieltruppen im gesamten deutschsprachigen Raum nahmen das neue Stück schnell in ihr Repertoire auf, so dass selbst der Weimarer Theaterdirektor Goethe konstatieren musste, dass seine eigenen Bemühungen um das Deutsche Singspiel nun keine Chance mehr hatten, denn „die Entführung schlug alles nieder“.

Mitwirkende

Adam Fischer(Musikalische Leitung)
Burghart Klaußner(Schauspieler/in)
Tuuli Takala(Schauspieler/in)
Narea Son(Schauspieler/in)
Dovlet Nurgeldiyev(Schauspieler/in)
Michael Laurenz(Schauspieler/in)
Ante Jerkunica(Schauspieler/in)
Guillermo García Calvo(Musikalische Leitung)
Nikolaus Webern(Bühnenbild)
Manuel Kolip(Videodesign)
Janina Ammon(Kostümbild)
Stefan Bilz(Ensemble)
Susanne Holfter(Dramaturgie)
Markus Tatzig(Dramaturgie)
Johannes Frohnsdorf(Dramaturgie)
Rolf Germeroth(Schauspieler/in)
Tatiana Larina(Schauspieler/in)
Marie Hänsel(Schauspieler/in)
Thomas Kiechle(Schauspieler/in)
Timo Rößner(Schauspieler/in)
Alexander Kiechle(Schauspieler/in)
Sylvia Schramm-Heilfort(Schauspieler/in)
Tea Trifković(Sänger/in)
Konrad Furian(Sänger/in)
Anna Matrenina(Sänger/in)
Felix Rohleder(Sänger/in)

Spielzeiten

Samstag, 13. November 2021 (Premiere / Uraufführung)
Sonntag, 21. November 2021
Samstag, 11. Dezember 2021
Freitag, 07. Januar 2022
Samstag, 29. Januar 2022

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