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Liebster Vater (non fiction)

in Studio.Bühne
Uraufführung/Premiere am 09. Dezember 2021
Máté Sólyóm-Nágy verbindet Erinnerungen an den eigenen Vater mit Kafkas Schlüsselwerk zu einem intensiven Theaterabend. Der über einhundert Seiten lange Brief an Kafkas Vater ist eine Analyse der Beziehung, geprägt von Minderwertigkeitsgefühlen und Selbstzweifeln des Sohnes.
© Lutz Edelhoff

Der Text schwankt zwischen Emanzipationsversuchen und Unterwerfungsangeboten im Aufbegehren gegen den übermächtig erscheinenden Vater. Der Brief ist eines der erschütterndsten Dokumente über den Menschen Franz Kafka.

Kann ein solches Werk Anlass sein, sich an den eigenen Vater zu wenden, das Gespräch zu suchen? Mit diesen Überlegungen begann Máté Sólyóm-Nágy die Arbeit an Liebster Vater (non fiction). Was bedeutet das Sterben des Vaters für die eigene Biografie? Wie finde ich Frieden mit jemandem, der nicht mehr redet?

Aus Kafkas „Brief an den Vater“ und der Erzählung von Sólyóm-Nágys Zeit am Sterbebett seines Vaters entstand nach diesen Fragen ein sehr persönlicher Abend: Liebster Vater (non fiction) ist eine Montage von Briefzitaten und persönlichen Erinnerungen, die eine schwierige Vater-Sohn-Beziehung auslotet und Einblicke in ein komplexes Beziehungsgeflecht gewährt.

Regie: Markus Weckesser

Mitwirkende

Spielzeiten

Donnerstag, 09. Dezember 2021 (Premiere / Uraufführung)
Sonntag, 12. Dezember 2021
Sonntag, 02. Januar 2022

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