Als Hitler von der Wiener Kunstakademie abgelehnt wird, tröstet ihn Herzl. Herzls Fürsorge geht sogar so weit, dass er ihn zu einer neuen Karriere führt; mit fatalen Folgen für die Weltgeschichte. Er bereitet Hitler auf ein Leben als Politiker vor und überlässt ihm sogar den Titel seines Romans. Schließlich verwandelt Herzl ihn auch äußerlich in den Hitler, den wir kennen.
Tabori ist mit seiner Farce das Kunststück gelungen, den Täter und das Opfer miteinander zu versöhnen, indem sie gezeigt werden, bevor sie zu diesen wurden: Täter und Opfer als traumatische Einheit, die das Theater als Zeitmaschine möglich macht. Ein Abend, mit dem wir uns auch von der Regisseurin Ute Weiherer künstlerisch verabschieden wollen.
Deutsch von Ursula Grützmacher-Tabori
Inszenierung: Ute Weiherer
Bühne: Christian van Loock


