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Salome

in Opernhaus Zürich (Gebäude)
Uraufführung/Premiere am 12. September 2021
Die galiläische Prinzessin Salome gehört zu den mythischen Frauenfiguren der abendländischen Kulturgeschichte. Ihr erotischer Tanz vor dem Stiefvater Herodes und die Forderung nach dem Kopf von Johannes dem Täufer sind zentrale Elemente ihrer Geschichte.
© Paul Leclaire

Über alle Epochen hinweg hat Salome Dichter und bildende Künstler zu Werken inspiriert – als eine Figur, die Fantasien von entgrenzter Sinnlichkeit, weiblicher Dämonie, Gewaltlust und märchenhaftem Exotismus freisetzt. Der irische Dichter Oscar Wilde schrieb Ende des 19. Jahrhunderts ein skandalumwittertes, in England verbotenes Theaterstück über Salome, das in bildmächtiger Sprache Salomes Begehren und ihre Seelenzustände ausleuchtet und sie als starke, selbstbestimmt handelnde Frau und Gegenfigur zur prüden viktorianischen Gesellschaft zu erkennen gibt.

Bei Wilde küsst Salome lustvoll den abgeschlagenen Kopf des Propheten. Richard Strauss wiederum hat aus dem Drama von Wilde einen packenden Operneinakter gemacht, der 1905 mit durchschlagendem Erfolg uraufgeführt wurde und bis heute zu den populärsten Werken des Opernrepertoires gehört.

Die grossformatig orchestrierte Partitur bewegt sich stilistisch an der Schwelle zur musikalischen Moderne und entwickelt vom ersten Takt an einen rauschhaften Sog. Sie liefert schillernde Psychogramme der Figuren und fasst deren Triebenergien klangdicht in Töne. Das macht die grosse Attraktivität des Stücks für jeden Regisseur aus.

In Zürich wird Salome von Andreas Homoki inszeniert. Er nimmt nicht nur die psychologischen Aspekte des Stoffs in den Blick, sondern auch die gesellschaftlichen: Das Auftauchen des Propheten Jochanaan markiert in seiner Inszenierung auch den Anbruch einer neuen Zeit, die die alten Machtstrukturen zerstört.

Musikdrama in einem Aufzug nach Oscar Wildes gleichnamiger Dichtung.

Mitwirkende

Simone Young(Musikalische Leitung)
Hartmut Meyer(Bühnenbild)
Mechthild Seipel(Kostümbild)
Franck Evin(Lichtdesign)
Arturo Gama(Choreografie)
Claus Spahn(Dramaturgie)
Michaela Schuster(Schauspieler/in)
Elena Stikhina(Schauspieler/in)
Kostas Smoriginas(Schauspieler/in)
Mauro Peter(Schauspieler/in)
Siena Licht Miller(Schauspieler/in)
Iain Milne(Schauspieler/in)
Riccardo Botta(Schauspieler/in)
Diego Silva(Schauspieler/in)
Alejandro Del Angel(Schauspieler/in)
Xuenan Liu(Schauspieler/in)
Fabio Dorizzi(Schauspieler/in)
Martin Zysset(Schauspieler/in)
Savelii Andreev(Schauspieler/in)
Andrejs Krutojs(Schauspieler/in)
Andrew Owens(Schauspieler/in)
Remy Burnens(Schauspieler/in)
Luis Magallanes(Schauspieler/in)
Stanislav Vorobyov(Schauspieler/in)
Oleg Davydov(Schauspieler/in)
Flurin Caduff(Schauspieler/in)
Ilya Altukhov(Schauspieler/in)
Cheyne Davidson(Schauspieler/in)
Valeriy Murga(Schauspieler/in)
Alexander Fritze(Schauspieler/in)
Henri Bernard(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Sonntag, 12. September 2021 (Premiere / Uraufführung)

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