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Sisterhood Kyiv Festival: Entfernte Nachbar*innen

in Kammerspiele Werkraum
Uraufführung/Premiere am 15. Dezember 2021
Die Münchner Kammerspiele haben eine künstlerische und zivilgesellschaftliche Sisterhood mit Kyiv initiiert. Ziel ist es, künstlerische Prozesse wie Austauschprogramme und gemeinsame Probeprozesse zu ermöglichen. Ergebnisse dieser Projektarbeit werden in einem translokalen Festival gebündelt.
© Münchner Kammerspiele

Bei diesen Bemühungen steht die Auseinandersetzung mit den eigenen Gegenwartsbedingungen (Theater als Zeugenschaft) im Mittelpunkt. Deshalb liegt das Augenmerk auf Dokumentartheater, Stückentwicklungen und Neuer Dramatik. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die Sichtbarmachung unerzählter Geschichten. Welche Geschichten werden verdrängt? Welche Stimmen verstummen? Welche Erzählungen der entfernten Nachbar*innen erreichen uns nicht?

Im Anschluss an die zweite Vorstellung wird es ein Publikumsgespräch in englischer Sprache mit den Mitwirkenden der Produktion geben.

Im Anschluss an die zweite Vorstellung am Sonntag versuchen wir den Titel des Theaterabends ernst zu nehmen: „Was ist jüdische Musik“. Neben Yuriy Gurzhy, der die Theaterproduktion als Musiker mitgestaltet, wird sich auch Daniel Grossmann, Gründer und künstlerischer Leiter des Jewish Chamber Orchestra Munich, an der Gesprächsrunde in deutscher Sprache beteiligen. Zufälligerweise initiierte er Anfang 2021 in München ein gleichnamiges Projekt: „Was ist jüdische Musik?“.

Um 17.00 Uhr School of Resistance: Practices from Euromaidan to Belarus. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR. In Zusammenarbeit mit dem IIPM/Milo Rau und dem NTGent.

Um 18.30 Uhr School of Resistance: Art in conflicted areas. Mit diesem Gespräch knüpft das IIPM/Milo Rau an eine lange Tradition der künstlerischen Auseinandersetzung mit Konfliktgebieten an. Ebenso reiht sich das Gespräch in die Bemühungen der Kammerspiele ein, im Rahmen der Sisterhood Kyiv-München auf die anhaltende Kriegssituation im entfernten Nachbarn Ukraine aufmerksam zu machen.

Die Lesung und der Film „Zerstörte Straßen“ werden in ukrainischer und deutscher Sprache präsentiert. Ursprünglich für das Royal Court in London geschrieben, hat Natalia Vorozhbyt „Погані дороги“ (Zerstörte Straßen) als „Bad Roads“ verfilmt. Das erste Bild ihres Textes findet im Drehbuch keinen Platz. Dieser persönliche Monolog über eine Recherchereise in das Kampfgebiet präsentiert Natalia Vorozhbyt im Wechselspiel mit Ensemblemitglied Johanna Eiworth, zweisprachig ukrainisch-deutsch. Ein eindrucksvolles Zeugnis über das Leid im (ost-)ukrainischen Krieg. Im Anschluss an die Lesung wird der Film „Bad Roads“ exklusiv in Originalsprache mit englischen Untertiteln gezeigt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage www.muenchner-kammerspiele.de

Mitwirkende

Maryna Klimova(Autor/in)
Alek Niemiro(Autor/in)
Edith Saldanha(Autor/in)
Yuriy Gurzhy(Musiker/in)
Daniel Grossmann(Musiker/in)
Polina Gordienko(Tänzer/in)
Vlad Troitskyi(Tänzer/in)
Kasia Wojcik(Tänzer/in)
Stas Zhyrkov(Tänzer/in)
Oksana Lemishka(Tänzer/in)
Andrii Palatnyi(Tänzer/in)
Johanna Eiworth(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Mittwoch, 15. Dezember 2021 (Premiere / Uraufführung)
Donnerstag, 16. Dezember 2021

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