Im Rahmen des Festivals werden jährlich aufregende Neuentwicklungen von Stücken, Neuinszenierungen, Ur- und Erstaufführungen, Performances, Installationen, Happenings und Aktionen sowie überraschende Umbauten von Werken des Opernkanons verwirklicht. Dabei treffen Künstler*innen des DNT-Ensembles und der Staatskapelle Weimar im kreativ-explosiven Austausch auf freie Akteur*innen des aktuellen Musiktheaters und den künstlerischen Nachwuchs der Weimarer und Leipziger Musikhochschulen als Kooperationspartner. Gemeinsam erkunden sie neue Gestaltungsräume und spielen auf künstlerisch höchstem Niveau mit neuen musiktheatralischen Formen und Inhalten.
Passion: Spiel soll Labor, Werkstatt, Experimentierfeld, Recherche- und Forschungsanstalt, ein Institut für Zukunft sein mit außergewöhnlichen Hör- und Seherfahrungen für das Publikum. Hier trifft opulentes Welttheater auf intimes Spiel, klingende Zeremonie auf rauschendes Fest. Spielerisch und leidenschaftlich.
In der eigens für Passion: Spiel kreierten Raumbühne von Martin Miotk präsentiert die erste Festivalausgabe vier Neuproduktionen und drei Gastspiele: Michael Höppner inszeniert John Cages Musiktheater »Europera 5«. Andrea Moses widmet sich Luciano Berios szenischem Konzert »Recital for Cathy«, das als Doppelabend mit einer Musiktheaterséance nach Vincenzo Bellinis »Norma« in der Regie von Julia Lwowski (Musiktheaterkollektiv »Hauen und Stechen«) gezeigt wird.
Ein zweiter Doppelabend verknüpft zwei Werke von Peter Maxwell Davies: die Kammeroper »The Lighthouse«, die Michael Höppner an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« mit Studierenden erarbeitet hat, und das Monodrama »Eight Songs for a Mad King« in einer Neuinszenierung für das Festival von Dirk Girschik. Das Musiktheaterensemble Opera Lab Berlin gastiert mit Margaux Marielle-Tréhoüarts szenisch-choreografischer Interpretation von Karlheinz Stockhausens Konzertklassiker »Stimmung«.
Zudem lädt die 2020 entstandene Installation »Memorial of Rebellion« von Brigitta Muntendorf und Michael Höppner zur Auseinandersetzung mit Rebellion, Widerstand und Protest ein. Gerahmt wird das Festival von fulminanten Eröffnungs- und Abschlussdionysien.
Das Deutsche Nationaltheater und die Staatskapelle Weimar realisieren Passion: Spiel in Kooperation mit der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und der Hochschule für Musik & Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig.


