Das Zusammentreffen der Amazonenkönigin Penthesilea und Achilles, dem vielleicht größten und wichtigsten Helden der griechischen Sagenwelt, sprengt den Rahmen jeglicher Vernunft. Es folgt - nicht nur auf dem Schlachtfeld der Gefühle - ein von Stolz getriebener Kampf gegen Gesetze mit tragischen Folgen. Das psychologische Seelendrama verflicht gegensätzliche Pole wie Liebe und Hass, Erotik und Aggression auf das Engste. Heinrich von Kleist gilt als unnachahmlicher Meister der deutschen Sprache.
Trotz aller Ehrfurcht vor Kleist und seiner bilderreichen, poetischen Sprache wollte Regisseur Josef Maria Krasanovsky aber keine „heilige Tragödie“ daraus machen, sondern vielmehr zeigen, dass sich ein antiker Stoff und alter Schauspiel-Klassiker mit einem heutigen Blick vereinbaren lassen.
Regie und Stückfassung: Josef Maria Krasanovsky
Bühne: Vincent Mesnaritsch
Kostüme: Elke Gattinger


