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Ein Volksfeind

Uraufführung/Premiere am 19. März 2022
Was ist einer Gesellschaft die Gesundheit aller wert? Wie kann jemand, der sich für sie einsetzt, im Namen des Allgemeinwohls zum Volksfeind erklärt werden? Im aufstrebenden Badestädtchen könnte eine chemische Analyse des Wassers alles zunichtemachen.
© Sebastian Hoppe

In der Veröffentlichung dieser Neuigkeit sieht Tomas naiv und idealistisch seine Chance, der Gesellschaft und seiner Reputation einen Dienst zu erweisen, sein Bruder Peter hingegen fürchtet den kompletten Ruin einer Region, die vom Tourismus lebt. Das existenzielle Wohl der Stadtbevölkerung steht plötzlich in Konkurrenz zum gesundheitlichen Wohl der Kurgäste, und ein Krimi um Veröffentlichung, Widerrufung und Auslegung der wissenschaftlichen Fakten beginnt.

Henrik Ibsen verarbeitete in seinem 1882 veröffentlichten Drama Ein Volksfeind die gesellschaftliche Auseinandersetzung um seine Stücke Nora und Gespenster. Darin analysiert er, warum ein an sich richtiges Detail durch seinen Kontext immer wieder anders definiert wird. Während Tomas die ganze Gesellschaft anklagt und auf Meinungsfreiheit und Wahrheit pocht, bis er vollkommen isoliert ist, argumentiert Peter mit dem Recht und der Macht der Mehrheit und ignoriert die wissenschaftlichen Erkenntnisse. Beide glauben fest daran, den Kampf um die öffentliche Meinung ‚richtig‘ zu beeinflussen. Beide sind sich ihrer Sache absolut sicher und nehmen nicht das Ganze in den Blick, aber nur einer wird vom Volksfreund zum Volksfeind.

Mitwirkende

Bettina Meyer(Bühnenbild)
David Gonter(Kostümbild)
David Rimsky-Korsakow(Komponist/in)
Andreas Barkleit(Lichtdesign)
Katrin Schmitz(Dramaturgie)
Viktor Tremmel(Schauspieler/in)
Gina Călinou(Schauspieler/in)
Raiko Küster(Schauspieler/in)
Albrecht Goette(Schauspieler/in)
Simon Werdelis(Schauspieler/in)
Philipp Grimm(Schauspieler/in)
Hans-Werner Leupelt(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Samstag, 19. März 2022 (Premiere / Uraufführung)

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